Fundstück

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Solaranlage darf ab und zu blenden

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Gestern bin ich auf einen Bericht des NDR gestoßen, der sich mit einem Gerichtsurteil des Oberlandesgerichts Braunschweig befasst.

Hier hatte eine Anwohnerin sich von gelegentlichen Sonnenreflexionen auf der Solarpaneel eines benachbarten Daches gestört gefühlt und wollte gerichtlich erreichen, dass diese Reflexionen „beseitigt werden“.

Dass Gericht sah das Eigentum der klagenden Partei dem NDR-Bericht zufolge zwar als „grundsätzlich beeinträchtigt“ an, es komme aber weniger als zwanzig Stunden im Jahr zu Lichtreflexionen im Wohnraum der Klagenden.

Somit müssen die Anwohnenden es hinnehmen, dass es ab und zu blendet.

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Man liest das und fragt sich: „Geht es denn noch?“

Wenn ich auf der Terrasse auf „meinem Platz“ sitze und lese, fällt auch ab und zu eine recht scharfe Lichtreflexion vom Dachflächenfenster des Nachbarn in mein Auge.

Ungefähr fünf bis zehn Minuten lang muss ich den Kopf dann etwas schräger halten.

Deshalb vor den Kadi zu ziehen, würde mir nicht einmal im Traum einfallen.

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Menschen, ey.

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Link zum Artikel auf NDR.de

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