Wie eigentlich wird das Wetter?

Wir leben in einer Welt des Überflusses – und im Informationszeitalter, ganz klar. Und Überfluss ist selten gut, was auch – nein: besonders! – für Informationen gilt. So jedenfalls erscheint es mir immer öfter.

Das beste – weil tägliche – Beispiel ist das Wetter.
Jeden Abend vor dem Fernseher warten wir auf den Moment, in dem der „Wetterfrosch“ vor die Kamera des Regional-Magazins tritt, um uns einen kleinen Blick in die Zukunft zu gewähren.

Neuerdings allerdings weiss ich nie, wie dass Wetter nun morgen und die kommenden Tage werden soll.

Da steht der Wettermann also und berichtet mir ausführlich und präzise von Hoch- und Tiefdruckgebieten samt deren Vergangenheit über mindestens zwei Generationen hinweg, von Strömungen und dies und das und jenem – und wenn er dann endlich dazu kommt, wie morgen das Wetter werden soll … höre ich schon nicht mehr zu.

Das ist gar nicht mutwillig. Das passiert einfach so.

Liegt es an mir?
Oder ganz allgemein an dem Überangebot an schnell verfügbaren Informationen bis ins Detail hinein?

Leider geht es mir nicht nur mit dem Wetter so: Sobald irgendwo auf der Welt der oftbemühte Sack Reis umfällt, ist gleich mindestens ein Kamerateam und ein „Experte“ (ganz wichtig! Es muss in der Medienlandschaft für wirklich Alles einen „Experten“ geben!) pro Sender (oder Zeitung / Webportal) da, um sich dieser Angelegenheit ausführlichst zu widmen.

Und ZACK hören wir schon nicht mehr zu.

Eine beunruhigende Entwicklung – nicht nur, weil ich jetzt immer noch nicht weiss, wie morgen das Wetter werden soll.

2 Antworten auf Wie eigentlich wird das Wetter?

  • Nun ja, Marco, das liegt doch eindeutig an dir! Wozu willst du wissen, wie morgen das Wetter wird, wenn du doch am nächsten Tag aus dem Fenster gucken kannst? Die Frage muss doch eher heißen, warum ich mich dieser Informationsüberflutung überhaupt aussetze, wenn es im Endeffekt gar nicht wichtig ist, da man es ohnehin nicht ändern kann. Es soll ja auch noch andere Menschen geben, die jeden Furz erklärt bekommen müssen, weil es dann glaubwürdiger wirkt … das heißt aber nicht, dass sie es dann verstanden haben und darin liegt das Problem, denn dann beginnt das Nachplappern … oder Stille Post made by RTL & Co. Wenn wir soviele Experten hätten, sollten wir doch eigentlich glücklich sein, denn dann müssten sich doch alle Probleme von selbst lösen?
    Servus, Wolfgang

  • Nu, ich bin auch der Meinung, dass es an Dir liegt, denn ich kenne Leute, (ohne sie jetzt persönlich beim Namen zu nennen), die den worten der „Experten“ ganz ergriffen lauschen und die solche Sendungen äußerst gern anschauen, in denen uns die „Fach-Idioten“ erzählen, wo’s lang geht …
    Was das Wetter als Solches angeht – wie das bei mir vor der Haustür werden wird, wissen die sowieso nicht, da das immer noch regional ziemlich unterschiedlich ausfallen kann. Wobei ich natürlich eine gewisse Neugier verstehen kann, dass Du bereits heute wissen möchtest, wie morgen das Wetter werden wird – das geht mir als leidenschaftlichem Hobby-Knipser genau so !
    L.G. – Holger

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