Stadt

Am Wasserturm in Pinneberg

Für das heutige Umguckfoto befanden meine Paparazzo-Kolibris sich in Pinneberg am altehrwürdigen Wasserturm.

Der Wasserturm in Pinneberg ist im Jahre 1912 als runder Backsteinbau auf achteckigem Sockel nach dem Husumer Wasserturm als Vorbild errichtet, der bereits zehn Jahre älter ist.

Das sogenannte Tankgeschoss ist mit einem schieferbedeckten spitzen Turmhelm versehen, dessen höchster Punkt sich in fast einundvierzig Metern Höhe befindet.

Ursprünglich hatte der Schaft des Turmes drei Geschoss-Ebenen. Nachdem er 1994 für 50.000 Euro von der Stadt an eine private Familie verkauft worden ist, bauten diese ihn zu einem Wohngebäude um und ließen neben einer Heizungs- und Sanitärinstallation und einem Fahrstuhl für insgesamt circa 250.000 Euro auch sechs Zwischendecken einbauen, so dass 500 Quadratmeter bewohnbare Fläche entstanden sind.

Bereits seit 1899 hatten die „Wuppermann-Werke“ (offiziell „Union-Eisenwerke“) eine eigene Waserversorgung besessen, zu der auch ein kleiner Wasserturm gehörte, der noch in den Gebäudekomplex integriert gewesen war und 1912 dem neuen größeren Turm wich, den Wuppermann zusammen mit einem Wasserwerk errichten liess.

Nachdem Wuppermann und die Stadt sich über die gemeinsame Nutzung verständigt hatten, lieferte Wuppermann das Wasser (mindestens sechshundert Kubikmeter pro Tag zum Preis von jeweils fünfzehn Pfennigen), während die Stadt sich um den Bau des Leitungsnetzes zu kümmern hatte.

1952 ging der Turm in den Besitz der Stadtwerke Pinnebergs über, wurde aber nur noch bis 1956 genutzt.

Seit 1988 steht der Turm unter Denkmalschutz.