aus meinem Kopf

aus meinem Leben

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Ein Erlebnis von gestrigen Kurz-Drohnieren in Nähe des Nord-Ostsee-Kanals habe ich für mein facebook-Profil wie folgt zusammengefasst:

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Der dicke Mann steht an seinen Personenkraftwagen mit dem Blitz gelehnt in der Landschaft und atmet.

Eine in Wolfsburg geschmiedete und für den nachpubertären ländlichen Nachwuchs nicht untypische Lenkwaffe kommt herangebraust, um auf Höhe des dicken Mannes scharf zu bremsen.

Der dicke Mann sieht den sonnenbebrillten, Muskelshirt tragenden Goldkettchenträger bereits vor seinem geistigen Auge und hört schon eine mit diversen Seitenhieben auf das von ihm gefahrene Fabrikat gespickte Tirade von vorstadtbewohnerfeindlichen Floskeln, als das Seitenfenster an der Beifahrerseite herunterfährt.

Gerade noch kann der dicke Mann ein freundliches Lächeln des versicherungsvertreterisch gekleideten Jünglings erkennen, bevor die untere Gesichtshälfte hinter einem Mund-Nasenschutz verschwindet.

„Kann man irgendwie helfen?“, fragt der Eingeborene ohne jeglichen Spott im Ton.

„Äh“, macht der dicke Mann und sucht nach Worten, als der junge Verkehrsteilnehmer die Gerätschaften in seiner Hand entdeckt und sofort erkennt: „Ah, bist‘ mit ’ner Drohne zugange, was?“

Der dicke Mann ist der unerwartet freundlichen Begegnung wegen heute etwas langsam im Kopf und antwortet nun erst auf die zuvor gestellte Frage: „Nee, alles gut, danke“.

Der Abgeordnete der Landjugend grinst und erkundigt sich: „Aber doch bestimmt nicht über dem Kanal, was`?“

Der dicker Mann hält es für die beste Idee, das anfängliche „Äh“ zu wiederholen, variiert den Ton aber gerade genug in der Länge, um das Grinsen des jungen Rennsportlers noch etwas breiter werden zu lassen, bevor dieser mit einem „Ich frag‘ nicht weiter!“ und einem „Mit dem Auto wirklich alles okay?“ seinen Teil der Konversation fortführt.

Der dicke Mann bringt jetzt sogar zwei Silben hervor: „Ja“ und „Moin“ sind es, immerhin nun seinerseits von einem fast schmerzfrei zustande gebrachten Lächeln begleitet.

Wenigstens ist er mit dem Heben der Hand zum dankenden Gruß ein wenig schneller als der Ortsansässige.

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Die Jugend von heute ist aber auch wirklich eine einzige Enttäuschung!

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aus dem Leben

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Ich bin ja nun gestern mal zwecks Austesten meiner zurückerlangten knieseitigen Alltagseignung schnell mal an den Nord-Ostsee-Kanal gefahren – auch mit der leisen Hoffnung verbunden, dort vielleicht ein oder zwei Schiffe aufs Korn nehmen zu können.

Was ich dann an der Lotsenstation auf die „SSI Erdogan Bey“ wartend erlebt habe, fand in Form der nachstehenden Zeilen und des anhängenden Schnappschusses seinen Weg auf mein facebook-Profil:

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Während ein sehr dicker Mann gestern zur Mittagszeit maximal entspannt eine Sitzgelegenheit am Benutzen war, stürmte eine Horde mit Belegmaschinen bewaffneter junger Menschen erst kielwärts hinter ihm entlang der „SSI Erdogan Bey“ entgegen, um kurz darauf in noch höherem Tempo zurück Richtung Brunsbüttel zu rennen, wobei das schimanskibejackte Exemplar auf Höhe des dicken Bankdrückers noch ein „Scheiss Wolken-Lotto“ zu japsen versuchte.

Vielleicht kann man ein Hobby auch einfach zu intensiv betreiben.

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Übrigens:

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Fakt ist:

Achtzig Stundenkilometer auf der Landstraße hinter einem Lastkraftwagen, den Du der Streckenführung wegen nicht überholen kannst, und achtzig Stundenkilometer auf der Landstraße hinter einem Personenkraftwagen, den Du der Streckenführung wegen nicht überholen kannst, der aber freie Fahrt hätte und einhundert Stundenkilometer fahren könnte, sind zwei vollkommen unterschiedliche Geschwindigkeiten.

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Kannstedirnichausdenken

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Für alle, die der Meinung sind, die Menschheit sei nicht überwiegend verblödet:

In Hamburg hat gestern ein Autokorso gegen die hohen Spritpreise stattgefunden.

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Noch keine Wirkung eingetreten?

Dann bitte noch einmal ganz langsam und laut lesen.

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Diese Veranstaltung soll sich durch ganz Hamburg gezogen und über sechs Stunden gedauert haben.

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Und: Es ist dabei zu Auffahrunfällen im Korso gekommen.

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Wie mag DAS Gespräch mit dem Versicherungsschmierlappen wohl ablaufen?

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„Nun, Herr … äh … ich darf doch ‚Kevin‘ sagen?“

Ja.

„Gut. Kevin Also.
Nun, Kevin, wie ist es denn zu dem Verkehrsunfall gekommen?“

Ja, also, ich und der andere, wir waren in diesem Autokorso.

„In einen Autokorso?“

Jo.

„Welchem Autokorso?“

Dem wo wir gegen die hohen Spritpreise gefahren sind!

„Wie bitte?“

Wie bitte WAS?

„Sie … Du … Ihr seid GEGEN DIE HOHEN SPRITPREISE gefahren? Mit dem Auto?“

Ja, normal!

„Hm. Und wie lange ging diese Veranstaltung?“

Sechs Stunden oder so.

„R A U S ! ! !“

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