Einfach mal Tatsachen schaffen, was?

Da fällt doch letzten Donnerstag auf dem Heimweg von der Arbeit mein Blick auf das Schild zur Straße, in der ich lebe – und ich muss feststellen, dass diese plötzlich anders geschrieben wird, nämlich „Bordewiecksweg“ statt „Bordewicksweg“.

Da hat wohl jemand in der bereits > hier < im Blog erwähnten Angelegenheit einfach mal Tatsachen schaffen wollen – gegen den Willen der seinerzeit befragten Anwohner?

Ein am Freitag mit unserem Bürgermeister geführtes Telefonat ergab, dass dieser weder von einer geplanten Umbenennung unserer Straße noch einem anderen Schild weiß.

Weil ich noch am Donnerstagabend keine Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme zu ihm finden konnte, habe ich davon einfach mal auf die Pinnwand der Facebook-Seite seiner Partei geschrieben – und in Kopie auch in eine Facebook-Gruppe für unser Dorf.

Bezugnehmend darauf hatte ich heute morgen eine eMail vom Vorsitzenden des Heimatvereins im Posteingang, in der er mir irgendwelche Dokumente zu den Recherchen des Heimatvereins aufdrängen wollte und beiläufig erwähnte, dass der Name unserer Straße „zur Zeit“ noch beim Alten bleibe.

Solche Figuren sind mir ja die liebsten. Den Eifer in Sachen Geschichtsforschung zu unserem Dorf in allen Ehren, aber einfach mal die Umbenennung einer Straße  „durchdrücken“ wollen – ganz offensichtlich nun sogar ohne Wissen und gegen den Willen des Bürgermeisters – das nenne ich dann doch weit über das Ziel hinaus geschossen.

Das habe ich dem guten Mann nun auch in meiner Antwort mitgeteilt – verbunden mit der Empfehlung, sich erst einmal für die Änderung seiner Adresse einzusetzen.

Denn die „Kieler Straße“, in der er wohnt, war ursprünglich einmal die „Altona-Kieler Chaussee“.
Sie ist die Hauptstraße unseres Ortes und bedeutend länger als meine Straße.

Und hat deutlich mehr Anwohner, die sich sicherlich ebenfalls so richtig freuen werden.

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