Zeitungsblockade

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Ist es heutzutage eigentlich normal, Zeitungen mit dem PKW auszutragen?
Und dabei mitteninnewurst mit sperrangelweit geöffneter Fahrertür stehen zu bleiben und minutenlang weg zu sein?

Okay, klipp und klar: Niemand könnte diese BequeFaulheit besser verstehen als ich, und so steht es mir eigentlich nicht zu, anklagend den Finger zu erheben und mit zitternder Stimme darauf hinzuweisen, dass so etwas „zu meiner Zeit“ mit dem Fahrrad und/oder Bollerwagen erledigt worden ist.

Das Nutzen des Kfz für diese Tätigkeit regt mich eigentlich auch nicht auf.

Es ist das Sperren der Straße für andere Verkehrsteilnehmer, das meinen Puls bereits am frühen Morgen auf Werte jenseits der Werkszulassung gebracht hat – und so war ich gestern nur wenige Meter von der Haustür entfernt bereits ´drauf und ´dran, der vor sich hin tuckernden Straßensperre den Zündschlüssel abzuziehen und in einer fließenden Bewegung per Luftpost in den ziemlich verwilderten Garten eines Nachbarn zu befördern.

Gerade noch rechtzeitig fiel mir auf, dass die Blockade meines Arbeitsweges davon nicht abgestellt werden würde, und so beließ ich es also dabei, den herbeigehupten Fahrer mit einer bunten Auswahl verbaler Gewalt zu überhäufen.

Menschen, ey.

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Eine Antwort auf Zeitungsblockade

  • das gäbe es bei uns nicht, da fährt der Muhammad noch immer mit einem klapprigen Fahrrad vor und läuft dann von Haus zu Haus und das um fünf Uhr früh, damit ich rechtzeitig zum Kaffee meine Zeitung vor der Haustür habe. Und in all den Jahren war die Zeitung nur ein einziges Mal nicht vor der Tür. Über meinen fleißigen Muhammad lass ich nix kommen, da hätte ich gern mehr davon …

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