Wenn Höhlenmenschen sich asozial vernetzen,

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… dann kommt es eben einmal dazu, dass dem „Shitstorm“ in eben diesen Netzwerken auch reale Tate folgen.

So ist es jetzt in Hamburg nun dazu gekommen, dass vor einem Frühstücks-Bistro und Café in Hamburg randaliert und dessen Fassade beschmiert wurde.

Warum?

Nun, die Betreiberin hat sich erdreistet, Kinder unter sechs Jahren von ihren Gästen auszuschließen.

Und das verträgt der moderne Mensch natürlich nicht. Da muss gewettert, geschimpft, gehetzt und bedroht werden.
Und nun eben auch ein physisch (und sicher auch finanziell) spürbares Statement gesetzt werden.

Ganz normal für große Teile dieser Gesellschaft, so scheint mir.
Das ist die gleiche Sorte Mensch, die, wenn ihr widersprochen und die Dummheit ihrer Aussage oder Handlung offen gelegt wird, sich laut und empört darüber beschwert, dass man „hier jawohl nichts mehr sagen dürfe“.

Es zählt nur die eigene Meinung, und die ist einem Gesetz gleich. Egal, ob man überhaupt persönlich davon betroffen ist.

Und mit der  Randale nun ist diese Reaktion noch etwas heftiger als unlängst im Falle von „Oma’s Küche“ (eigene Schreibweise des Betreibers, das Deppenapostroph stammt nicht von mir) auf Rügen, wo man sich ab 17.oo Uhr Kinder unter den Gästen verbietet (> hier < hatte ich dazu geschrieben).

Warum kann der moderne Mensch nicht akzeptieren, dass immer noch „Deren Haus – Deren Regeln“ gilt?

Was geht nur in den Köpfen dieser Menschen vor?

Ich glaube: Nichts. Da ertönt nur regelmäßig ein Piepston, wenn eingeatmet werden muss – und ab und zu eine Hupe, wenn der Mastdarm voll ist.

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2 Antworten auf Wenn Höhlenmenschen sich asozial vernetzen,

  • Und ganz laut schreie ich „Hurra!!!“, wenn ich am Abend in ein Lokal gehe und dort keine Kids am Quengeln sind, weil sie hundemüde sind und eigentlich ins Bett gehören, aber Mama und Papa müssen noch auf Erlebnis machen. Ich bin demnächst dreifacher Opa und liebe Kinder, aber mir gehen die eigenen Töchter am Keks, wenn sie nicht wissen, wann es genug ist. Kinder brauchen ihren Auslauf, aber dann, wenn es draußen hell ist und wenn es dunkel ist, ab zum Waschen, Abendessen und meinetwegen Fernsehen bis zum Einschlafen. In einem Irish Pub und Tanzcafe haben Kinder ab Einbruch der Dunkelheit nichts zu suchen. In Wiener Caféhäusern will man Ruhe haben, seine Zeitung lesen und der Ehefrau und den Kids entkommen, da gehört fehlender Nachwuchs zum guten Ton. Und wem das nicht passt, der soll in der Kinderkrippe oder zuhause frühstücken! Deswegen einem anderen die Bude zu beschmieren oder anzuzünden ist ein Verbrechen und gehört geahndet und ist eine Straftat!

    • Richtig.

      Davon abgesehen gibt es doch genug Etablissements, in denen keine Zugangsbeschränkungen herrschen – dann bringe ich mein Geld eben dorthin?!

      Aber das reicht heutzutage nicht. Heute muss ich – eben asozialer Netzwerke sei dank – dafür sorgen, dass alle Welt meine Meinung erfährt.

      Den Kindern selber kann man dabei keinen Vorwurf machen. Gibt es das „draußen herumtobende“ Kind eigentlich noch? Oder verbringt der Nachwuchs seine Zeit nicht eher vor Bildschirmen verschiedener Größe? Kein Wunder, dass man da „hippelig“ und „quengelig“ wird.

      Nein, schuld sind in meinen Augen wie immer die Halter.

      Huch.

      Eltern, natürlich.

      :-)

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