Social Media

öffentlich vernichtet

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Da schrieb also ein Twitter-User an den offiziellen Twitter-Account von „Dr. Oetker Pizza“:

Hey Dr Oetker eure Schockopizza schmeckt nach Hurensohn

woraufhin das Social Media Team des angesprochenen Herstellers einer Schoko-Pizza antwortete

Gierig gewesen und in den Finger gebissen?

und alle verstandbegabten Mitleser (und Mitleserinnen)  wahrscheinlich jubelnd die Arme hoch rissen.

Ich finde es gut und richtig, wenn die Unternehmen jetzt immer mehr dazu übergehen, Beleidigungen entsprechend zu beantworten. Wenn der durchschnittliche Wutbürger meint, seinen aus Unzufriedenheit mit der eigenen Situation resultierenden Hass in den verschiedenen Kanälen des Internets frei hinausspeien zu können, darf ihm/ihr gerne gezeigt werden, dass das nicht ohne Konsequenzen bleibt und auf der anderen Seite – auch (oder gerade!) bei einem Unternehmen – immer noch Menschen sitzen.

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Segen der Neuzeit

Nein, mal ehrlich: Was war das nicht alles für ein Stress früher!

Also in den Achtzigern oder Anfang der Neunziger, als Du die Filme erst zum Entwickeln zu  Photo Porst bringen musstest.

Eine Woche später konntest Du die Abzüge dann ja auch schon wieder abholen, und dann ging der ganze Ärger ja erst los, denn der ganze Scheiss wollte ja beschriftet, eingetütet, adressiert und zum Postamt gebracht werden.

Und dann,  wenn Du die Leute alle endlich mal wieder gesehen hattest (meistens im Sommer-Urlaub an Ost- oder Nordsee), musstest Du ihnen auch noch lang und breit erklären, wieso in aller Welt Du ihnen Fotos Deiner frisch zugeschneiten Hofeinfahrt zugeschickt hast.
Und dann noch per Einschreiben!

Ha! Sollten die doch bitte erst einmal erklären, warum sie nicht umgehend zurück telegraphiert haben, dass ihnen das gefällt!

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