Nebel

aus den Tiefen des Archivs

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Als ich die originalen RAW-Dateien vom letzten Knipskurzausflug auf die dafür bei mir vorgesehene externe  Festplatte verschobene habe, bin ich zufällig in ganz ganz alten Ordnern gelandet – genauer gesagt aus dem September 2003, als ich mit meiner ersten „richtige(re)n“ Kamera – der Olympus C-750 UZ – im Urlaub an der Mosel gewesen bin.

Ein paar Fotos davon habe ich mir einfach nochmal für eine sehr hastige Aufbereitung vorgenommen – einige davon hatte ich des dunstigen Gegenlichts wegen sogar damals noch für Ausschuss erklärt.

Irgendwie eben doch gut, dass ich fast nie eine Aufnahme endgültig lösche, sondern nach dem Motto „man weiß ja nie“ gespeichert lasse.

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DerGEHTschanoch!

Guck – der Knipskram funktioniert noch.

So ein wenig.

Na, jedenfalls deutlich besser als die Prognosen der Wettervorherschätzer aus der Region.

Die nämlich hatten für gestern und für meine Zielregion gestern fünf Stunden Sonne vorhergesagt.
Also … samt blauem Himmel jetzt. Nicht nur über den Wolken.

Und so habe ich mir denn das ganze Geraffel gegriffen, meine sterbliche Hülle ins Auto gehievt und bin „an den Graben“ gefahren. Genauer gesagt an die Fähre Hohenhörn, wo ich mich auf eine entzückend positionierte Sitzbank zu flegeln plante, um dort mit beinahe frontalem Blick auf die aus Kiel kommenden Schiffe zu warten.
Und für menschliche Bedürfnisse (Kaffee und Torte, rein und raus) wäre mit dem „Kanal 33“ ein Etablissement in notfalls fussläufiger Weite zur Hand.

Und was war?
Mit jedem Kilometer, den mein Zaffi mich nordwestwärts trug, wurde der Nebel dichter – eine Entwicklung, die sich leider bis zur Ankunft am Nord-Ostsee-Kanal nicht mehr umkehren wollte.
Und so versuchte ich – eher als Fingerübung – schnell ein kleines Panorama von der Stelle der oben beschriebenen Sitzbank aus, bis ich mich dann wieder in die relative Wärme meines KFZ flüchtete und kurze Zeit später die Weiterfahrt nach Brunsbüttel antrat.

Auch dort kein besseres Wetter.
Ich versuchte ein paar Schüsse vom Deich am Freibad (mit feinem Blick auf die Schleusenausfahrt), bevor ich mich nach einer weiteren Enttäuschung am (geschlossenen) Fischbrötchenverkauf unweit der Touristeninformation auf den Heimweg machte.

In Glückstadt dann doch noch schnell ein Matjesbrötchen verhaftet, und als ich eine knappe Stunde später daheim ankam, war dann auch die Sonne ‚draussen.

Wahrscheinlich hätte ich also erst zur Mittagszeit los fahren sollen – aber man macht es sowieo verkehrt, wie man es auch anstellt.

In den nächsten Tagen arbeite ich mich dann mal durch die schwache Ausbeute und gucke mal, ob ich noch weiss, wie die hier in die Galerie eingebaut werden.

Fazit: Wenigstens mal wieder los gewesen und auf den Auslöser gedrückt …

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