Musik

Outta my way, I’m running high!

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Heute früh auf dem Weg ins Büro.
Die letzte Kreuzung,
Auf dem Linksabbieger.
Es ist Rot.

Offensichtlich hörst Du ein klein wenig zu laut Musik, denn ein an der Fußgängerampel schräge über die Kreuzung in Deiner Richtung stehender Kerl in großkariertem Hemd und Jeans sowie mit langen Haaren auf und unter dem Kopf nickt nachdrücklich im Takt zu dem aus Deinen Boxen kommenden „Walk all over you“, um dann – kurz vor dem Grün-Werden – Angus höchst virtous auf der Luftgitarre zu begleiten.

Losfahren.
Lenker einschlagen.
Man nickt sich kurz wissend zu.

Ein magischer Moment.

Du bist nicht alleine in dieser Welt voller schnell rotierender Chart-Scheisse.

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Übung macht den Wegzapper

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Adele treibt mich übrigens zu immer neuen Höchstleistungen:
Das „ou“ von „Hello“ ist noch nicht verklungen, da habe ich das Radio schon ausgeschaltet.

Allerdings spielt der Kasper in meinem Kopf dann immer schon seinen Film ab:

Wir sehen den Flur in einen Tierheim.
Links und rechts lauter voll besetzte Räume für Hunde.
Aus dem Deckenlautsprecher dringt Musik.

Und plötzlich setzt die Sirene von der Insel zu ihrem Geheule an …

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Ein wahrer Held

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In den Vereinigten Staaten von Amerika soll ein Teenager die Server des Streaming-Anbieters „Spotify“ gehackt haben, um den Song „Despacito“ aus deren Charts zu entfernen.

Könnte jemand dem vielleicht einmal ganz unwillkürlich ausgewählte deutsche Vokabeln nennen?
Sagen wir mal … äh … „Atemlos“, „Fischer“ und „Helene“?

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Klangpollution

Ich muss den Radiosendern aus meinem täglichen Erlebenskreis grossen Respekt aussprechen: Sie haben Du-weisst-schon-welches von George Michael in der aktuell andauernden Weihnachtssaison vergleichsweise selten gespielt.

Wenn sie dann jetzt noch dieses sich mit der gleichen Thematik beschäftigende Geschrammel von Paul McCartney dauerhaft aus sämtlichen Archiven löschen würden, könnten das Radio und ich wieder Freunde werden.

Ach … und Adele.

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