Kamera

Ich wär‘ dann so weit

So denn: Der zugekaufte an- und abklipsbare Schultergurt ist installiert (um schnell zwischen diesem und dem Sun Sniper wechseln zu können), das GPS-Dingens ist installiert (muss nur noch sein Signal finden (wobei ich wohl auf den Kompass verzichten und mich nur auf die Koordinaten beschränken werde)), die Blitzschuh-Libelle ist installiert.
Die Akkus sind voll, das Objektiv ist geputzt.

Ich wär‘ dann so weit, meine D750 endlich auszuprobieren.
Wenn nur das Wetter mal mitspielen würde?!

Beim Ausprobieren der Kamera kann ich dann ja auch gleich mal testen, ob auch mein Exemplar von diesem merkwürdigen Phänomen betroffen ist, das einigen Bloggern wohl aufgefallen ist.

Wenn ich es richtig verstanden habe, soll es bei ohne Gegenlichtblende gemachten Aufnahmen gegen die Sonne (wer in aller Welt macht sowas?!) zu einem dunklen Streifen im oberen Bildbereich kommen, der seine Ursache wohl in einer Reflektion auf einem reflektierenden Teil unten im Kameragehäuse hat.

Nikon hat bereits angekündigt, hier demnächst tätig zu werden.
So darf man mit der Kamera zu Service, wo diese kontrolliert und gegebenenfalls nachjustiert wird.

Ich lasse mich mal überraschen, ob dieses Phänomen bei mir auch störend auftritt.
Oder ob ich den Knipskasten überhaupt in eine solche Situation zwingen kann, in der dieser Fehler auftritt.

Irgendwie klingt das für mich nämlich genau danach: Als habe da jemand seine neue Kamera bewusst diversen fiesen Situationen ausgesetzt, bis er – endlich! – einen Fehler gefunden hat.

Please. Take. My. Money

So, da ist sie jetzt also von Nikon offiziell vorgestellt worden, die D750 – eine Voll(es Kleinbild)format-Kamera, die der Hersteller klar als „Action-Kamera“ positioniert wissen will –  und mit der Serienbild-Rate von 6,5 fps („Frames per second, also Bilder pro Sekunde) ist sie auch fast so schnell wie meine D300s, die auf 7 fps kommt.
Aber ob in diesen 0,5 Bildern pro Sekunde, die das neue Modell weniger schafft, nun genau DER Moment passiert? Nicht ganz ausgeschlossen, aber wohl doch eher sehr unwahrscheinlich.

Die Spezifikationen decken sich weitestgehend mit den Gerüchten aus den letzte Tagen: 24,3 Megapixel Auflösung, die aus einem angeblich ganz neu konzipierten Sensor geliefert werden, dazu das wohl recht gute Expeed 4-Bildverarbeitungssystem und ein als „herausragend“ verkauftes 51-Punkt-Autofokus-System. Nebenbei bringt das Gerät noch die Möglichkeit, Full HD-Videos aufzunehmen (mit eingebautem Stereo-Mikrofon!) und den Monitor nach oben und unten zu klappen, um auch schwierigere Blickwinkel verrenkungsärmer umsetzen zu können.

Abgerundet wohl durch WLAN, um die Bilder schneller auf den Rechner zu kriegen und – hier wurde ich hellhörig, weil ich wohl meinen Kabelfernausläser MC-36 an dieser Kamera nicht werde nutzen können – die Kamera via App fernzubedienen.

Nun, dieser Fernsteuerung über WLAN stand ich bei der letzten Neuveröffentlichung schon skeptisch gegenüber, geht der Spielkram doch auf Kosten der Akku-Leistung.
Aber die Möglichkeit der Fernbedienung via Smartphone – das klingt dann doch gut.

Einige kritisieren den kleinen Body der Kamera, und dass sie keinen „AF-On“-Schalter mehr hat.
Hm … letzteren habe ich an der D300s ohnehin nie benutzt, und das mit dem Gehäuse ist sicherlich Gewöhnungssache. Ich wüsste im Moment keinen plausiblen Grund dafür, dass es unbedingt ein grosses, schweres Gehäuse sein muss.

Ein wenig ärgerlicher ist da schon, dass das Gerät im DX-Modus nur circa zehn  Megapixel Auflösung hat – weniger als die D300s. Und da ich kein Dukatensche…er bin, werde ich die erste Zeit mit DX-Linsen arbeiten und somit weniger Auflösung als vorher hinnehmen müssen.
Das ist … hm.

Jetzt heisst es abzuwarten, bis die ersten Tests und Usermeinungen kursieren und der Preis sich vielleicht etwas nach unten bewegt hat – und dann könnte es durchaus sein, dass ich im Januar meinen Einstieg ins FX-Format finde.
Das Kit aus D750 und 24-120/4 VR jedenfalls erscheint mir ganz sympatisch, und wenn man beim lokalen Fotohardware-Dealer dann noch den Batteriegriff und Zusatzakku und Speicherkarte mit auf den Tresen legt, kann man ja vielleicht einen guten Preis aushandeln.