Idioten

aufgeschnappt

(Quelle: Twitter)

Schön auf den Punkt gebracht, junge Dame.

Es ist ohnehin befremdlich, wie theoretisch vernunftbegabte Wesen sich ein einem Mädchen abarbeiten können, nur weil sie mit den Wahrheiten (und wahrscheinlich auch ihrem eigenen Leben) nicht klar kommen, auf die sie von ihr hingewiesen werden.

Da posten Menschen Fotos von ihrem Mörder-Auspuff, über dem sie einen Aufgleber „Sorry, Greta“ angebracht haben.

Da fährt irgendwo in Ostdeutschland ein SUV herum, der mittels aufgeklebten Stoffresten den Eindruck erwecken will, ein Greta Thunberg nicht unähnliches Mädchen würde – vermeintlich tot – aus seiner Heckklappe hängen.

Eigentlich habe wir nichts Anderes verdient als das, auf das wir so emsig hinarbeiten.

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Links-Rechts-Schwäche

Die Ausfahrt des Parkplatzes, an dem „unser“ Bäcker angesiedelt ist, hat zwei Spuren: Links eine Spur, um nach links auf die Hauptstraße Richtung Norden zu gelangen – und rechts eine Spur, um  die Hauptstraße rechts entlang Richtung Süden zu befahren.

Beide Spuren sind durch einen verflixt klugen Trick – große, weiße nach links bzw. rechts gebogene Pfeile – entsprechend gekennzeichnet.

Nun verlasse ich also mit frischen Brötchen meine Parkbucht und nähere mich der Ampel an der Ausfahrt und stelle mich – weil ich nach Norden will – auf die linke der beiden Spuren.
Rechts von mir steht bereits ein Fahrzeug, das von einem Mann gelenkt wird, der bereits beim Betreten der Bäckerei den Umstand meiner gerade mit der Bäckereifachverkäuferin stattfindenden Geschäftsabwicklung komplett ignoriert und seine Bestellung in Richtung Tresen gebellt hatte.

Was passiert, als wir Grün bekamen, hätte ich mir dementsprechend eigentlich auch denken können: Der Wagen rechts von mir schiesst vorwärts und wird gleichzeitig in eine Kurve nach links gelenkt. Weil ich allerdings auch nicht gerade ein schläfriger Startet bin, muss der Mann sein in die falsche Richtung abbiegendes Gefährt schnell wieder bremsen und sich hinter mir einfädeln.

Als diese Reihenfolge geklärt ist, folgte der Mann mir mit dem Abstand von der Stärke einer Briefmarke. Unentwegt pöbelnd und wild gestikulierend.

Und obwohl ich die Antwort auf die Frage kenne: Was stimmt denn mit den Menschen nicht?!

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vermutlich Kurier für Spenderorgane

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Eben gerade auf dem Heimweg von der Arbeit:

An der Bushaltestelle hält ein Bus.

Dahinter mindestens ein PKW.

Dahinter ein Transporter.

Dahinter ich.

Plötzlich ertönt Reifenquietschen von hinten links.
Der Fahrer eines weißen Kleinwagens hat offensichtlich Spenderorgane an Bord, denn er schiesst wie der König der Bekloppten an mir, dem Transporter, dem mindestens einen PKW und dem Bus vorbei.

Mit durchgehend quietschenden Reifen und aufheulendem Motor.

Über den Linksabbieger.

Zwei eigentlich freie Fahrt habende Entgegenkommer müssen bremsen und ausweichen, einer hätte dabei beinahe einem Schulkind den Umweg über Lehre, Beruf, Altenheim und Hospiz ersparen müssen.

Als die von besagtem Bus angeführte Kolonne zwanzig (lass es vierzig sein) Meter weiter an einer Tankstelle vorbeikommt, steigt dort an einer Zapfsäule gerade der vermutete Organtransporteur aus seinem weißen Geschoss und trabt gemütlich in den Verkaufsraum.

Was stimmt denn mit den Menschen nur nicht?!

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Mein Leben als Hindernis

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Da denkst Du immer, Du hast jetzt wirklich alles gesehen – und dann kommt das Leben und sagt Dir: Nee.

Der im Zuge der A7-Verbreiterung vorherrschenden Verkehrsbehinderungen und -verlangsamungen auf der B4 wegen fahren im Moment viele ortsfremde Verkehrsteilnehmer abkürzend durch den Wald und das Wohngebiet, in dem auch mein Haus wohnt.

Wie es Wohngebieten nun einmal so eigen ist, so gilt auch hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, was an den Eingängen unserer Siedlung mittels bestens sichtbar angegebrachtem Verkehrszeichen 274.1-50 auch dem ortsunkundigen Fahrzeugführer gegenüber kenntlich gemacht ist.

Der Fahrer des Geländewagens HH-DZ-irgendwas, der bereits im Wald in meinen Kofferraum zu fahren versucht hat, ist offensichtlich von der Pflicht sowohl zur Einhaltung des Tempolimits als auch der Vorsicht entbunden – anders kann ich mir nicht erklären, dass er auf recht enger Siedlungsstraße mit quietschenden Reifen an mir vorbeizog und den in Nacht-Tarn gekleideten Gassigänger dazu gezwungen hat, kurzfristig mit der Hecke zu verschmelzen.

Leute, geht’s denn noch?

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Schnellfahrerfotos

Also war wieder einmal Blitzermarathon – europaweit, fast: Hier im Norden zumindest haben Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sich nicht beteiligt, weil beide Bundesländer ihre Polizeikräfte sinnvoller einzusetzen wussten.

Das deckt sich auch mit meiner irgendwo bzw. irgendwann hier im Blog bereits formulierten Ansicht, was eine solche Veranstaltung angeht: Den ganzen Tag lang sollen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden, aber weil die Polizei ja nicht kassieren, sondern sensibilisieren und Bewusstsein schaffen will, werden die Orte, an denen die Radarfallen anzutreffen sind, auch vorher schön brav angekündigt.

Ich persönlich halte das für albern, denn der einzige Lerneffekt aus so einer Aktion ist doch nur einer: All jene, die sich selbst mit einem Rallyefahrer und den Strassenverkehr mit einem Kampf verwechseln, werden sich für echt geile Kerle halten, weil sie an den entsprechenden Stellen mal kurz vom Gas gegangen sind.

Wo soll da ein Lerneffekt sein? Wie soll da Bewusstsein für das Einhalten von Geschwindigkeitsbeschränkungen geschaffen werden?

Das Zwischenergebnis der Aktion, das ein Reporter vom Regionalfernsehen einem Sprecher der Polizei entlocken konnte, war dann interessant: Fünf Prozent der bis dahin kontrollierten 24.ooo Fahrzeuge waren zu schnell.

Zum Vergleich: Die Quote an „normalen“ Tagen, also ohne angekündigte Maßnahmen, liegt bei zehn Prozent.

Das heisst für mich, dass mindestens fünf Prozent aller Verkehrsteilnehmer unbelehrbar sind – denn dieser „Blitzermarathon“ wurde derart oft und breit verteilt angekündigt, dass man der Kenntnis davon nur durch Eingraben entgehen konnte.

Den Vogel abgeschossen hat ein Verkehrsteilnehmer, der bei mir im Dorf statt der erlaubten 50 Stundenkilometer mit 117 km/h gemessen wurde.
Als Strafe hat er den Meldungen zufolge zwei Punkte in der Verkehrssünderkartei, ein Bussgeld in Höhe von 480 Euro sowie ein dreimonatiges Fahrverbot zu erwarten.

Ähm … wenn die Ordnungshüter sich an ihre Ankündigungen gehalten haben, wurde die Messstation bei uns im Dorf vor Grundschule und Kindergarten aufgebaut.
Dort trotz der angekündigten Kontrollen zu schnell zu fahren ist meines Erachtens Zeugnis einer geistigen Unfähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeugs.

So ein grosses, dummes Arschloch wird auch trotz drei Monaten Fahrverbot und 480 Euro Strafe nicht dazu lernen.

Spinner wie so eine(r) sollte ihren/seinen Führerschein niemals wieder bekommen.

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