Abfall

Beutel-Evolution funktioniert.

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Nach kurzer der Beschaffung von Barmitteln dienenden Fahrt durch die Gemeinde stelle ich fest: Die Entscheidung, überall kostenlose Hundekotbeutelspender aufzustellen und die Dichte öffentlicher Abfalleimer zu erhöhen, greift.

Wo früher dampfende Hundehaufen auf den Straßen und Gehwegen gelegen haben …

… liegen jetzt dampfende kleine Beutelchen.

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Zu und zu komisch der Gassigeher, der sich kaum zwanzig Meter entfernt von einem dieser mitten auf einer Kreuzung abgelegten Beutelchen befand und erstaunliche Verrenkungen unternahm, um dem langsam vorbeifahrenden Verkehr aus Richtung eben jener Kreuzung nicht sein Gesicht zu zeigen.

Eine Art Restgewissen ist also scheinbar noch vorhanden.

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Möwengewöhnen

Ja, ich weiss: Es ist alles andere als gesund – aber an den Wochenenden der Sommermonate findet man mich morgens trotzdem „gerne mal“ am Durchfahrschalter einer US-amerikanischen Schnellfutter-Kette mit schottisch klingendem Namen, zum Zwecke der Frühstückseinnahme.

Schon seit Jahren ist es auf dem Parkplatz dort so sicher wie die nächste Preiserhöhung an der Tankstelle: Kaum hat man sein KFZ geparkt und den Motor abgestellt, um sich seiner Mahlzeit zu widmen, kommt mindestens eine Möwe – manchmal auch ein Rabe – angeflogen, um sich neben dem Fahrer- (oder Beifahrer-, meist aber dem Fahrer-)fenster niederzulassen und erwartungsvoll den oder die Fahrzeuginsassen anzustarren.

Was sagt das nun über uns Menschen aus?

Mal ehrlich, auf jedem Parkplatz, der im direkten Einzugsbereich des „Schotten“ liegt, befinden sich auch mindestens zwei bequem anfahrbare Mülleimer.

Offensichtlich bekommen wir nicht einmal das mehr hin?
Anders ist es doch nicht zu erklären, dass den Flatterviechern geradezu anerzogen wurde, auf aus dem Fenster fliegendes Material mit vielleicht noch essbaren Inhalten zu warten.

Bezeichnend.