Täglich konduliert das Murmeltier

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Gestern. London.
Wieder ein terroristischer Akt.

Und wieder „verurteilen“ Staatsoberhäupter „auf das schärfste“ und „stehen in diesen Moment entschlossen an der Seite“ des be- bzw. getroffenen Landes.

Das ist fein, denn es kostet ja nichts.
Und verliert für mich irgendwie nach und nach an Wert.
Es schleift sich ab. Es ermüdet.

Ich glaube langsam, dass die Terroristen nur eine einzige Sprache verstehen: Und zwar die nackte, kompromisslose Gewalt.

Doof nur, dass genau DIE einen nicht unbeträchtlichen Teil zum Entstehen und Nähren des Terrorismus beigetragen hat und beiträgt.

Aber was sollen wir tun? Nur mit gutem Zureden werden die ganzen verblendeten jedweder Couleur sicher nicht bekehrt werden können.

Manchmal bin ich froh, dass ich es nicht entscheiden kann und muss, sondern einfach nur hilfloser Zuschauer sein darf.

Fest steht für mich lediglich, dass es hier kein „von jetzt auf gleich“ als Lösung geben kann.
Wir können nur versuchen, vor Ort (also in den „Ursprungsländern“ des Terorrismus) die Versorgung mit Grundlegendem wie Nahrung, Gesundheit und Bildung sicherzustellen und zu verbessern und auf gleichem Wege unsere Werte zu vermitteln.

Das ist ein langer Weg, und bis sich ein wenig Besserung eintreten kann, wird es noch oftmals knallen.

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2 Antworten auf Täglich konduliert das Murmeltier

  • Terror und Terroristen hat es immer gegeben und das ist kein neues Element, das uns besonders erschüttern müsste, wäre da nicht die allgewärtige Medienpräsenz, die angesichts sonstiger Saure-Gurken-Themen mit Freude jede echte oder vermeintliche Terroraktion genüßlich breittreten.
    Terrorismus verliert erst dann seinen Sinn, wenn man ihn nicht beachtet. Aber wer will den Medien einen Maulkorb anlegen? Das Sinnbild der drei weisen Affen, die nichts hören, nichts sehen und (über) nichts sprechen ist genau der wunde Punkt.
    Aber solange es noch einen sensationsgeilen Konsumenten gibt, der sich diebisch darüber freut oder entsetzt, wenn der Prinzessin Irgendwo ein Furz entfleucht und sich dann hinsetzt und einen Leserbrief in Gedichtform schreibt oder sich über die armen Kinderlein mit den Biafrabäuchen die Krokodilstränen abwischt und gleichzeitig Lebensmittel in den Müll schmeisst, solange wird auch die Journaille nicht Ruhe geben und dem Terror die unnotwendige Aufmerksamkeit entgegenbringen.
    Servus, Wolfgang

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