Stettin kaputt …

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Eigentlich hatte ich mich heute darauf gefreut, der Stettin auf der Kanal-Etappe ihres Rückweges von der „Hanse Sail“ in Rostock ins heimatliche Hamburg aufzulauern – seit meiner Mitfahrt auf dem Dampf-Eisbrecher mag ich dieses Schiff einfach sehr.

Leider aber ist es vorgestern bei einer Ausfahrt auf der „Hanse Sail“ zu einer Kollision zwischen der „Stettin“ und der RoRo-Fähre „Finnsky“gekommen, bei der sich drei der 180 Passagiere an Bord leichte Verletzungen zuzogen und die Bordwand der Stettin ungefähr zwei Meter weit aufgerissen wurde – allerdings knapp über der Wasserlinie.

Die Schuldfrage wird derzeit von den Behörden geklärt – in einem auf Youtube geposteten Video scheint der Dampf-Eisbrecher manövrierunfähig gegen eine still liegende Frachtfähre zu krachen – Augenzeugen sprechen allerdings davon, dass die „Finnsky“ sich zu diesem Zeitpunkt rückwärts bewegt hat und die Stettin eben nicht dafür gebaut ist, einem solchen – dem Vernehmen nach überraschenden – Manöver spontan in der nötigen Eile auszuweichen.

Finales kann ich natürlich auch nicht sagen, aber ich würde eigentlich glauben wollen, dass es sich bei der Besatzung des Dampf-Eisbrechers um erfahrene Seeleute handelt.

Nichtsdestotrotz ist niemand vor Fehlern gefeit – es bleibt abzuwarten, was die Untersuchungen ergeben.

Unausweichlich dürfte wohl ein erneutes Auflodern der heftigen Diskussionen um die Gesetzesänderungen in Sachen Sicherheit auf Traditionsschiffen folgen.

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Links dazu:

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2 Antworten auf Stettin kaputt …

  • jeder, der schon mal ein Schiff gesteuert hat, kann ein Lied davon singen, dass man eben nicht einfach die Handbremse ziehen und ausweichen kann, egal ob das ein Traditionsschiff oder so ein kleines, schwimmendes Eigenheim ist. Das Wichtigste ist erst Mal das vorausschauende Denken und dann sollte man (bei Einhaltung der Regeln) das Manöver des schwimmenden Gegenübers vorausahnen und danach handeln können. Aber jeder weiss auch ganz genau, dass man ein momentanes Blackout haben kann und dann mehr oder weniger heftig drandonnert und dann hofft, dass nicht zu viel passiert …
    Egal welches Schiff man sich genau ansieht und das tust du ja mit deinen Fotos auch, es gibt einfach kein Schiff ohne Schrammen. Und in fünf Wochen werde ich dann auch wieder mit der gecharterten Motoryacht unterwegs sein und hoffen, dass nichts passiert. Aber man kann es nicht immer vorhersehen … doch die Versicherung braucht immer einen Schuldigen :-(

    • Ich bin mal gespannt, wie das ausgeht bzw. wie das Ergebnis der Ermittlungen aussieht.

      Ich will doch schwer hoffen, dass man die Crew „meiner“ Stettin von jeglicher Schuld freispricht.

      Grusels,

      Marco

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