Windmühle Wagria

Die seit 1995 offiziell „Wagria“ benannte Windmühle in Grebin (oft auch nur kurz „Grebiner Mühle“ genannt) ist ein vierstöckiger „Holländer“ – ein sogenannter „Kappendreher“, bei dem also nur das oberste Bauteil (genannt „Kappe“ oder „Haube“) gedreht werden muss, um die Flügel in Windrichtung zu drehen.

Die auf einem mit steinernen, aussen mit Holz verkleideten achteckigen Unterbau ruhende reetgedeckte Mühle mit Kupfer-Kappe wurde 1851 durch den bekannten Neustädter Mühlenbauer Carl Friedrich Trahn errichtet, der unter Anderem auch die Langenrader Windmühle „Sventana“ erbaut hat.
Sie steht auf der 54 Meter hohen Anhöhe „Belenklint“ und ist dort auch von Weitem gut sichtbar, so dass die Mühle zum Wahrzeichen der Gemeinde Grebin wurde, in deren Wappen sie auch in Gestalt eines Mühlrades Einzug gehalten hat.

Die als bereits dritte Mühle seit 1750 an diesem Standort errichtete „Wagria“ war bis 1947 in Betrieb, zuletzt allerdings elektrisch betrieben. 1947 hatte der damalige Müller sich ein Wohnhaus neben der Mühle gebaut und bald auch ein Café eröffnet.

1963 gelangte die Windmühle nach Konkurs in den Besitz der Gemeinde Grebin und wurde 1965 einer 150.000 DM teuren Instandsetzung unterzogen.
1995 wurde die Kappe restauriert, bevor die Mühle unter Denkmalschutz gestellt wurde; 1997 gab man der Mühle in Anlehnung an die Landschaft Wagrien ihren heutigen Namen „Wagria“.

2007 erfolgten weitere umfangreiche Instandhaltungsarbeiten.

Die Mühle dient in den Sommermonaten als Café und steht dann auch von innen zur Besichtigung offen.

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