Windmühle Jachen Flünk

Bei der Windmühle „Jachen Flünk“ (angeblich nach einem ehemaligen Besitzer benannt, andererseits plattdeutsch für „jagender Flügel“) in Lemkenhafen auf Fehmarn handelt es sich um die älteste mit Windsegeln funktionierende und noch komplett erhaltene betriebsbereite Windmühle Schleswig-Holsteins.

1787 vom Kornhändler und Reeder Joachim Rahlff erbaut, war „Jachen Flünk“ bis 1954 im Betrieb. In der „Schiffsmöhl“, wie sie damals hiess, wurden Weizen und Gerste zu Grütze und Graupen vermahlen. Um das Jahr 1900 herum waren bis zu sechs Gesellen und Hilfskräfte beschäftigt.

Sie fiel 1958 an das Land Scheswig-Holstein, wurde umfangreich saniert und dem „Verein zur Sammlung Fehmarnscher Altertümer“ übergeben; seit 1962 ist sie als Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum für die Öffentlichkeit geöffnet.

Der Galerieholländer mit verschindeltem Rumpf kann dank verschiedener Segelstellungen und vier Mahlgängen ständig unter Last gefahren werden und half den Müllern somit, hohe Einkünfte zu erzielen. Die Qualität der sogar in Nachbarländer exportierten Erzeugnisse war demnach so gut, dass die Müller sogar höhere Preise für ihre Graupen und Grütze erzielen konnten als ihre Berufskollegen.

1964 begann man, den anliegenden Speicher zu einem Museum landwirtschaftlicher Geräte auszubauen, und das gesamte Gebäudeensemble wurde und wird vom Trägerverein und unter Hilfe mehrerer Geldgeber (allen voran das Landesamt für Denkmalschutz) laufend saniert und instand gehalten. Zu den umfangreichen und sehr kostenintensiven Maßnahmen zählten bereits ein neues Flügelkreuz und die umlaufende Galerie.

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