U-434

U-434, gebaut 1974 in einer russischen U-Boot-Werft im heutigen Nishniy Novgorod, ist 1991 (nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion) genau wie viele andere U-Boote (die Rede ist von über 150 Stück) außer Dienst gestellt worden.
Zuvor wurde es zu Spionage-Zwecken genutzt und befand sich somit oftmals vor Kuba und der Ostküste der USA sowie auf Patrouille im Hoheitsgebiet der UdSSR.

U-434, das aufgrund einer speziellen Gummi-Beschichtung der Außenhaut nicht bzw. kaum zu orten ist, soll sich sechs Jahre lang unbemerkt regelmässig im Hafen von New York aufgehalten haben.
Dazu sei man einem Schwarm von Walen in den Hafen gefolgt, habe sich dort auf Grund gelegt (wo die Haupt-Adern der New Yorker Kommunikationsnetze verlaufen) und mittels einer auf Induktion basierenden Abhörtechnik Informationen gesammelt. Regelmässig fuhr man auf offene See zurück, um Mannschaftsmitglieder zu tauschen und Proviant aufzunehmen und dann in den New Yorker Hafen zurückzukehren.

Bis Anfang 2002 stand U-434 im Dienst der russischen Marine, bevor es nach kurzen Verhandlungen an das U-Boot-Museum Hamburg verkauft wurde.
Dazu entfernte man bereits in Russland sämtliche Waffensysteme sowie Schad- und Treibstoffe, liess aber die gesamte Technik (einschließlich der Maschinen) installiert.

In Hamburg schliesslich wurde das Boot für 13 Wochen in die Obhut von Blohm & Voss gegeben, wo es in mehreren tausend Arbeitsstunden repariert und zum Museum umgebaut wurde.

Das Boot ist knapp 90 Meter lang, fast neun Meter Breit und hat nahezu 15 Meter Höhe “über alles”.
Zu besichtigen war es lange im Baakenhafen an der Versmannstraße, bevor es im Zuge der Entstehung der HafenCity nach langer Suche und Abwanderungs-Drohungen des Betreibers an den Fischmarkt umsiedelte.

> Google Maps <

 

– zurück zur Übersicht –