St. Katharinen

St. Katharinen ist über 750 Jahre alt und damit nach St. Petri (1195 erstmals erwähnt) und dem heutigen Mahnmal St. Nicolai (12tes Jahrhunder)t die drittälteste der fünf Hauptkirchen der Hansestadt Hamburg. Der im zweiten Weltkrieg schwer zerstörte Turm ist dabei sogar das älteste noch immer seinem Ursprungszweck dienende Mauerwerk Hamburgs.

Gewölbe, Dach und Turmhelm mussten dagegen in den Jahren 1950 bis 1957 nach dem Bombenangriff vom 30. Juli 1943 wieder hergestellt werden.
Als letztes wurde dabei der 115 Meter hohe Turm als Stahlkonstruktion in der damaligen Form wieder errichtet.  Aktuell wird an einer Rekonstruktion der 1943 ebenfalls zerstörten Orgel gearbeitet, die weltberühmt war und sogar von Bach sehr geschätzt wurde.

St. Katharinen, urkundlich erstmals 1250 erwähnt, wurde als Basilika auf der Marschinsel Grimm gegründet – für die Kaufleute, Schiffsbauer und Bierbrauer, die auf den Marschinseln Grimm, Cremon, Brook, Wandrahm und Kehrwieder (dem Bereich der heutigen Speicherstadt) lebten.  Zwischen 1377 und 1450 wurde der gotische Bau auf seine heutige Grösse erweitert
Das Gebäude ist eine dreischiffige “Pseudobasilika” mit Chorumgang und hat (ausser dem Turm natürlich) eine Höhe von 29 Metern (im Mittelschiff). Die drei Schiffe hatten bis ins 16te Jahrhundert einzelne Dächer, wurden dann aber durch ein einzelnes Dach abgelöst.

Von 1656 bis 1657 wurde der barocke Turmhelm mit mehreren Stufen errichtet. Er trägt die Krone der heiligen Katharina, die Legenden zufolge aus dem Goldschatz des Likedeelers Klaus Störtebeker hergestellt wurde.

Aufgrund des schlechten Baugrundes in der Elbmarsch weist die Fassade viele Maueranker auf, um Setzungen und damit ein Reissen des Gebäudes zu verhindern.

Das Geläut der Hauptkirche besteht aus fünf Glocken. Die größte davon wiegt 6.5 Tonnen, wurde 1626 von Hans Nuessel gegossen und ist die größte noch erhaltene Glocke des Giessers. Sie wird üblicherweise nur zu Beerdigungen umd am Karfreitag geläutet. Die vier kleineren Glocken stammen aus dem Jahr 1957.

St. Katharinen, traditionell (und auch heute noch) die Kirche der Seefahrer, verlor mit Einrichtung des Freihafens und der damit verbundenen Umsiedlung der Elbinsel-Bewohner quasi “auf einen Schlag” 20.000 ihrer damaligen Mitglieder.

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