Schloss Gottorf

Das Schloss Gottorf (dänisch eigentlich “Gottorp”) in Schleswig ist eine der wohl bedeutendsten Schloss-Anlagen in Schleswig-Holstein.

In seiner Geschichte mehrfach erweitert und umgebaut, diente es 1713 – nach der Annektion des Gottorfer Bezirks im Herzogtum Schleswig – vorerst als Sitz des dänischen Statthalters. Heute sind im Schloss zwei Landesmuseen Schleswig-Holsteins sowie die Stiftung “Schleswig-Holsteinische Landesmuseum Schloss Gottorf” untergebracht.

Nach mehreren Vorläufer-Bauten (wie zum Beispiel einer erstmals 1161 erwähnten und 1268 an den Herzog von Schleswig gefallenen Bischofsfresidenz) entstand das Schloss auf der am nordwestlichen Ende der Schlei gelegenen Burginsel.
1459 erbte der dänische König Christian I. das Schloss. Sein Nachfolger, Herzog Friedrich I. von Oldenburg, regierte von hier als dänischer König und liess ca. 1530 im Stil der Früh-Renaissance den Westflügel erichten, bevor das Schloss später als Festungs-Anlage ausgebaut wurde.

Um die Wende zum 18ten Jahrhundert erfolgte unter der Leitung des schwedischen Baumeisters Nicodemus Tessin des Jüngeren (u.A. Stockholmer Schloss) eine barocke Erweiterung des Bauwerkes für Friedrich IV., der jedoch noch vor der Fertigstellung des gewaltigen Südflügels verstarb.

Heute bildet das Bauwerk eine unregelmässige vierflügelige Anlage um einen Lichthof.

Das Schloss Gottorf, dessen ursprüngliche Einrichtung teilweise noch erhalten ist (herausragend beispielsweise der Hirschsaal von 1591 und die ungefähr gleich alte Renaissance-Kappelle), beherbergt heute das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sowie das Archäologische Landesmuseum Schleswig-Holsteins.

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