Sandtorhafen

Im Neunzehnten Jahrhundert stiess Hamburg in Binnen- und Niederhafen an die Obergrenze der Umschlagskapazitäten.

Zwecks Abhilfe sollten nach Niederlegung der Stadtmauern die Flächen der ehemaligen Elbinsel Grasbrook zur Erweiterung des Hafengebiets genutzt werden. Als erstes künstliches Hafenbecken wurde dazu 1868 der Sandtorhafen ausgehoben, dreizehn Jahre später durch den Grasbrookhafen und weitere Becken ergänzt.

Bis zum Weltkrieg und nach dem Wiederaufbau ab 1955 wuchs der Umschlag dort kontinuierlich weiter, und 1960 wurde das erste RoRo-Schiff am Sandtorhafen entladen („gelöscht“ heisst es richtig).

Dann zeigten sich die mittlerweile fast einhundert Jahre alten Hafenbecken allerdings für eine Modernisierung ungeeignet, so dass der Hafen – auch im Zuge des aufkommenden Containerverkehrs  und im Zeichen immer grösser werdender Frachtschiffe – im Schwerpunkt auf Flächen elbabwärts (Burchardkai, Altenwerder) verlagert wurden, während der Grosse Grasbrook nach und nach zur „Industriebrache“ wurde – der erst jetzt durch die Entstehung der Hafencity als Bindeglied zwischen Innenstadt und Veddel sowie Wilhelmsburg wieder Leben eingehaucht wird.

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