Queen Mary II

Die Queen Mary 2, die Königin der Meere von der Cunard-Reederei, galt mit 345 Metern Länge lange als längstes Passagierschiff der Welt.
Überflügelt wurde sie in der “Größenordnung” lediglich schnell von der Freedom of the Seas, die zwar sechs Meter kürzer ist, dafür aber die Königin in Breite (56 zu 41 Metern) und vor Allem Passagierzahl (1.800 zu 1.200 Kabinen) und Bruttoraumzahl (158.000 zu 148.528) übertrifft.
In Sachen Breite allerdings ist diese Angabe bei der Freedom of the Seas ein wenig “geschummelt”: ihr Rumpf ist mit 38.6 Metern Breite deutlich schmäler als die Queen Mary 2 – die Gesamtbreite von 56 Metern wird “über alles” gemessen, also einschliesslich der weit ausragenden Whirpools der FotS.  Mit 25 Knoten (FotS 21,6) ist die Königin zudem etwas schneller als der andere Gigant der Meere, der mittlerweile selber von der „Oasis of the Seas“ und „Allure of the Seas“ überholt worden ist.

Die RMS Queen Mary 2 von der Cunard Lines-Reederei misst 345 Meter in der Länge, 41 Meter in der Breite und ist vom Kiel über alle 13 Decks 72 Meter hoch. Sie ist fast 100 Meter länger als die Titanic und übertrifft die Norway – ehemals Inhaberin des Titels “Längstes Passagierschiff der Welt” um 29,4 Meter.  In genau 1.225 Kabinen bietet die QM2 2.620 Passagiern Platz, um die sich die 1.254 Besatzungsmitglieder kümmern können.

Die Königin der Meere spricht definitiv die Luxus-Kundschaft an: Um die Reisedauer zu versüssen, bietet sich dem Gast neben fünf Swimming-Pools, Ballsaal, Golfanlage, und Sportzentrum sowie Wintergarten die mit mehr als 8.000 Büchern ausgestattete umfangreichste Bibliothek auf See zur Nutzung an. Dazu kommen Kino, Spielkasino, Tier-Hort, Theater, zwanzig Restaurants und sogar ein Planetarium.

Die QM2 wird von ihrem aus vier Dieselmotoren und Zwillingsgasturbinen bestehenden 157.000-PS-Antrieb auf bis zu 30 Knoten beschleunigt und bleibt dabei dank eines POD-Antriebes (vier Gondeln, wobei zwei davon beliebig drehbar sind und das Ruder ersetzen) und dreier Bugstrahlruder äußerst wendig. So hat sie die Einfahrt ins Trockendock der Hamburger Werft Blohm+Voss aus eigener Kraft und ohne fremde Hilfe bewältigen können.
Gerät der als erster seiner Art per GPS gesteuerte Luxusliner in rauhe See, können vier Stabilisatoren ausgefahren und an die Strömungsverhältnisse angepasst werden, um so das Rollen des Schiffes zu verhindern.

Ein Ozeanriese wie die Queen Mary 2 strotzt natürlich nur so vor Superlativen.
Der Bau des Schiffes kostete 870 Millionen Euro und dauerte circa acht Millionen Arbeitsstunden lang.  Während dieser Zeit wurden von rund 800 Firmen etwa 2.500 Kilometer Kabel und 500 Kilometer Röhren verlegt. Das Schiff weist 80.000 Leuchtkörper, 8.800 Lautsprecher, 8.350 automatische Feuerlöscher, 5.000 Brandmelder und 3.000 Telefone auf – um nur einige der gigantischen Zahlen zu nennen, die mit diesem Schiff verbunden sind.

Nach seiner Probefahrt am 25. September 2003 wurde das Schiff im Januar 2004 als Nachfolgerin der Queen Mary (deren Schiffshorn sie weiterverwendet) von Königin Elisabeth II. getauft.
Die Jungfernfahrt des von der französischen ALSTOM-Werft (in Saint-Nazaire) gebauten Giganten (Bauauftrag 6. November 2000 – Kiellegung 4. Juli 2002 – Ausdockung 21. März 2003 – Probefahrten ab 25. September 2003 und Ablieferung am 26. Dezember 2003) fand vom 12. bis 26. Januar von ihrem Heimathafen Southampton über die Stationen Tenerffa, Gran Canaria, Barbados und die Virgin Islands statt und endete in Fort Lauderdale (Florida).

Die QM2 löst die Queen Elisabeth II auf der Atlantikroute von England nach Nordamerika ab und soll zudem auch in die Kreuzfahrtgebiete des Mittelmeers und der Karibik fahren – für die nächsten vierzig Jahre, so die Planungen der Halter.

 

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