Prinsendam

Das Kreuzfahrtschiff „Prinsendam“, nicht nur seines markanten dunkelblauen Rumpfes wegen ein gern gesehener Gast auf dem Nord-Ostsee-Kanal, wurde 1988 als „Royal Viking Sun“ für die Royal Viking Line auf der Wärtsila-Werft in Turku (Finnland) gebaut.

1994 gelangten Royal Viking Line und natürlich auch das Schiff in den Besitz der Cunard Line (unter Anderem Queen Mary 2), die es unter gleichem Namen weiter betrieb.
Als Cunard und Seabourn unter der Muttergesellschaft Carnival Corporation (der grösste Kreuzfahrtkonzern der Welt) zusammengelegt wurden, ist das Schiff im April des Jahres 2000 zuerst an die Cunard White Star überschrieben worden, bevor sein Betrieb seit Mai 2000 – obwohl kein weiterer Betreiberwechsel stattfand – von der Seabourn Cruise Line geführt wurde.
Dabei fand ein Namenswechsel in „Seabourn Sun“ statt.

Mitte 2002 wechselte das Kreuzfahrtschiff an die Holland America Line (ebenfalls ein Unternehmen aus der Carnival-Gruppe), die es seitdem als „Prinsendam“ mit Heimathafen Rotterdam betreibt.

Das bei seinem überwiegend US-amerikanischen Publikum mit dem Beinamen „Elegant Explorer“ bekannte Schiff ist 204 Meter lang und hat bei einer Breite von 28,9 Metern einen Tiefgang von maximal 7,25 Metern. Seine Bruttoraumzahl (BRZ – eine Maßeinheit für die Größe eines Schiffs, die die alte „Bruttoregistertonne“ ersetzt hat) beträgt 39.051.

Das von zwei Dieselmotoren auf maximal 22 Knoten (circa 41 km/h) beschleunigte Schiff (Reisegeschwindigkeit ist 18,5 Knoten, etwa 34 km/h) hat eine 443 Mann starke Besatzung und bietet auf seinen neun Decks maximal 793 Passagieren Platz.

Zur Zeit wird die Prinsendam auf mehreren grossen Kreuzfahrten im Jahr eingesetzt und besucht dabei unter anderem Südamerika, die Antarktis (als eines von nur drei Schiffen der Holland-America Line), das Mittelmeer, das Schwarze Meer – und eben den Ostseeraum.

Am 1. Februar 2007 wurde die Prinsendam vor Kap Hoorn von zwei sogenannten „Kavenzmännern“ getroffen – in diesem Fall zwölf Meter hohen Wellen, was unter den Passagieren zu 40 Verletzungen führte.

 

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