Peilschiff Orka

Der Katamaran „Orka“ (der Name ist eine Abkürzung für Ortungskatamaran), ein Vermessungsschiff des Wasser- und Schifffahrtamtes Brunsbüttel, wurde auf der Fassmer-Werft in Berne/Motzen gebaut und Anfang Mai 2006 an das WSA Brunsbüttel übergeben, wo es die „Karl Hayssen“ ablöste.

Mit der „Orka“ führt das Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning für die WSA Brunsbüttel und Kiel-Holtenau hauptsächlich Messungen auf dem Nord-Ostsee-Kanal durch, nebenbei wird es dort sowie auf dem Gieselaukanal und den Nebenflüssen der Unterelbe aber auch zu Aufsichts- und Kontrollfahrten eingesetzt.

Der von zwei jeweils 153 kW starken Dieselmotoren über zwei Ruderpropeller angetriebene, knapp neunzehn Meter lange und 8,6 Meter breite Katamaran mit einem maximalen Tiefgang von 1,6 Metern ist für seine Hauptaufgabe mit einem sogenannten Mehrfach-Single-Beam-Echolot ausgerüstet: Zwei jeweils 3,3 Meter lange und auf 90° ausklappbare Messarme steuerbord und backbord werden mit jeweils vier sogenannten „Schwingern“ um 180° ins Wasser gedreht. Dadurch kann der Boden des gerade befahrenen Gewässers in fünfzehn Meter breiten Abschnitten vermessen werden – dank des geringen Tiefgangs auch im Bereich der Unterwasserböschung.

Zum Zwecke von gewässerkundlichen Messarbeiten ist die mit zwei Personen besetzte (bei Peilarbeiten zuzüglich eines Vermessungstechnikers) „Orka“ zusätzlich mit einem Hydraulikkran auf der Steuerbordseite des Vorschiffs ausgestattet.

Die „Orka“ fährt bis zu acht Knoten (ca. fünfzehn Kilometer pro Stunde) und hat mit zehn Kubikmetern Treibstoff eine Reichweite von maximal 1.200 Seemeilen.

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