Ocean Princess

Das Kreuzfahrtschiff „Ocean Princess“ ist eines von insgesamt acht nahezu identischen Schiffen aus der „R-Klasse“, einer Baureihe mittelgrosser Kreuzfahrtschife, die im Zeitraum von 1998 bis 2001 für die Reederei Renaissance Cruises entworfen und gebaut wurde.
Die Bezeichnung der Baureihe geht dabei auf die Name der Schiffe, „R One“ bis „R Eight“ zurück.

Die Renaissances Cruises hatte sich in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts am Kreuzfahrtmarkte etabliert und vereinbarte mit der Werft Chantiers de l’Atlantique (Saint Nazaire, Frankreich) einen 1,2 Milliarden US-Dollar schweren Vertrag über Lieferung und Bau von acht Kreuzfahrtschiffen.

Nach dem Entwurf eines schottischen Architekten (John McNeece) entstand – damals übrigens mit blauem Rumpf und weissen Aufbauten – die „R-Klasse“, deren Typschiff von Juni 1997 (Kiellegung) bis Juni 1998 (Indienststellung) gebaut wurde.
Mit der Indienststellung der „R Eight“ im Februar 2001 war die Serie abgeschlossen.

Im September 2001 musste die Reederei aufgrund von finanziellen Problemen ihren Betrieb einstellen.
Sechs Schiffe der R-Klasse wurden an eine französische Investorengruppe verkauft, „R Three“ und die später in „Ocean Princess“ umbenannte „R Four“ wurden von der Reederei „Pacific Cruises“ übernommen und als „Pacific Princess“ und „Tahitian Princess“ (später „Ocean Princess) betrieben.
Die Besitzer und Betreiber der einzelnen Schiffe änderten sich in der Folge mehrfach.

Die „R Four“/“Ocean Princess“ hatte genau genommen nie der Renaissance Cruises gehört, sondern war Besitz der französischen Investorengruppe. Sie lief nur bis 1999 unter der Flagge von Renaissance Cruises.
Nach dem Bankrott der Reederei wurden „R Four“ und „R Three“ für zwei Jahre an Princess Cruises verpachtet, die sie anschliessend auch kaufte.

Ende 2009 entschied man sich, die bis dahin als „Tahitian Princess“ laufende ehemalige „R Four“ in „Ocean Princess“ umzubenennen, um ihren einen globaleren Charakter zu verleihen.

Die Schiffe der R-Klasse werden von vier Diesengeneratoren zu je knapp 5.000 kW betrieben. Diese sind schwimmend gelagert, um die Vibrationen beim Betrieb zu minimieren.
Die beiden über zwei insgesamt 6.750 kW leistenden Drehstrom-Maschinen angetriebenen Propeller der Schiffe beschleunigen sie auf eine Reisegeschwindigkeit von 18 Knoten (circa 34,5 km/h), als Spitzengeschwindigkeit sind sogar 21 Knoten möglich.

Die Schiffe der R-Klasse verfügen über fast 290 Kabinen, die fast alle an der Aussenseite des Schiffes liegen.
Sie bieten ihren bis zu 720 Passagieren damit ein vergleichsweise grosses Platzangebot pro Passagier.

Zur Ausstattung der etwa 180 Meter langen (über Alles) und knapp 26 Meter breiten Schiffe mit fast 6 Metern Tiefgang gehören zwei Restaurants, zwei Lounges mit Bühne und Tanzfläche, eine Bibiliothek, ein Fitnessbereich und mehrere Bars.

Neun der insgesamt elf Decks stehen den Passagieren zur Verfügung, die anderen beiden Decks sind nur Mitgliedern der 373 Personen umfassenden Crew zugänglich.

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Im März 2016 wurde das Schiff für 82 Millionen US Dollar an Oceania Cruises verkauft und fährt nach einem einmonatigen, vierzig Millionen Dollar teuren Umbau seit April 2016 unter dem Namen „Sirena“-

 

 

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