Kibbelstegbrücke

Die zur Verbindung der Hafencity mit dem Festland gedachte Kibbelstegbrücke sorgte im Oktober 2004 für Ärger in Hamburg, als ein Barkassenschiffer bei Hochwasser auf dem Zollkanal beinahe mit der eigenwilligen Konstruktion kollidiert wäre. Knackpunkt war der untere Teil der 2002 gebauten und sieben Millionen Euro teuren Brückenkonstruktion, der das “Festland” eigentlich nur mit einem Parkplatz dicht am ehemaligen Zollzaun verbindet, aber – und hier lassen die Schildbürger grüssen – von den Fußgängern kaum genutzt wird. Stattdessen gehen die meisten Passanten oben entlang, um dann – falls sie denn zum oben genannten Parkplatz müssen – auf der anderen Seite die Wendeltreppe zu benutzen.

Die Barkassenbetreiber müssen nun ihren Aussagen nach auf ungefähr ein Drittel ihrer Fahrten zum beliebten Zollmuseum verzichten. Besonders in diesen Reihen wartet man daher zur Zeit höhnisch auf den nächsten Tüv- Termin für den Zollkreuzer “Glückstadt”, zu dem der auf dem Zollkanal vor dem Zollmuseum liegende Kreuzer auch unter besagter Brücke entlang fahren muss – was wohl zumindest eine teilweise Demontage des 1993 nach fast vierzig Jahren außer Dienst gestellten Museumsbootes erfordern dürfte.

Die von den Architekten Gerkan, Marg und Partner (die auch 1999 mit der Wiederherstellung des Kesselhauses in der Speicherstadt beauftragt waren) sowie den Ingenieuren Windels, Timm und Morgen gebaute Brücke ist sozusagen ein Kompromiss zwischen moderner Stahl-Optik und der traditionellen Architektur der historischen Brücken in und zu der Speicherstadt.

Die Brücke führt von der Straße “Bei den Mühren” aus über eine Gesamtlänge von 220 Metern über den Zollkanal und Brooksfleet sowie die Straße “Am Sandtorkai” hinweg. Sie besteht aus ingsesamt sechs geschweißten Stahlbrücken, die neben dem Fußgängerverkehr auch für Feuerwehrfahrzeuge bis zu 30 Tonnen Gewicht ausgelegt wurde.

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