Kettenfähre „Fischerhütte“

Am Nord-Ostsee-Kanal gibt es viele Fähren – doch am Fähranleger „Fischerhütte“ in Steenfeld begegnet dem Touristen ein ganz spezielles Exemplar: Die Kettenfähre SF-80, 1950 in der Werft „Saatsee Rendsburg“ erbaut und vierzig Jahre später – am 21. Februar 1990 war die letzte Überfahrt – außer Dienst gestellt.

Über zwei Jahre später – im November 1992 – wurde das 23,5 Meter lange und neun Meter breite aussergewöhnliche Fahrzeug mit 90 cm Tiefgang an der Südseite des Kanals auf die Betonsockel gestellt und führt somit sein Dasein als technisches Denkmal fort.

Kettenfähren waren lange üblich. Sie gehörten zur zweiten Fähren-Generation am Nord-Ostsee-Kanal, wurden aber nach der 1966 erfolgten Verbreiterung der künstlichen Wasserstrasse nach und nach durch freifahrende Fähren ausgetauscht.

Anders als die heute üblichen Fähren nämlich konnte eine Kettenfähre nicht frei auf dem Kanal steuern, sondern zog sich an einer auf dem Grund des Kanals liegenden Kette entlang – die Funktionsweise ist an dem begehbaren technischen Denkmal am Anleger Fischerhütte noch heute erkennbar, auch dank einer genau über dem Antrieb in den Decksboden der Fähre eingelassenen Glascheibe.

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