Gut Wulfshagen

Das auf dem Gebiet der Gemeinde Tüttendorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde liegende Gut Wulfshagen wurde im Jahre 1699 im Stil des niederländischen Barocks von Freiherr Andreas Pauli von Liliencron erbaut.

1878 wurde das Gut an die Familie von Qualen verkauft, deren kinderlose letzte Generation – Karl und Liane – es 1903 an Ludwig Graf zu Reventlow verkauften, der ein Neffe von Liane von Qualen war.

In einer 1859 durch Karl von Qualen errichteten Schule wurden in den folgenden siebzig Jahren aus den Kindern der Mitarbeiter des Gutes bestehende Klassen mit einer Größe von bis zu dreißig Kindern unterrichtet.

Nach Auflösung der Gutsbezirke in Schleswig-Holstein im Jahre 1928 wurde die Schule von der Gemeinde übernommen, kurz darauf aber geschlossen und nach Blickstedt verlegt.

Nachdem das Schulgebäude erst dem Melker und später dem Gutsverwalter als Wohnhaus diente, beherbergt es heute ein Café.

Wulfshagen, zu dem circa sechshundert Hektar Land (Äcker, Wald und Wiesen) gehören, widmet sich seit der Aufgabe der Milchviehhaltung im Jahre 1974 heute dem Anbau von Mais, Raps, Gerste und Weizen.

Seit 2007 ist das Gut im Besitz von Moritz Graf zu Reventlow, der es von seinem Vater Friedrich Graf zu Reventlow geerbt hat.
Es ist nicht öffentlich zugänglich.

Der Name Wulfshagen setzt sich zusammen aus „Wulf“, dem mittelniederdeutschen Namen des Wolfes, und dem mittelhochdeutschen „hac“, das einen umfriedeten Wald oder Ort beschreibt.

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