Gut Wotersen

Das Gut Wotersen – bekannt aus den Fernsehfilmen als Wohnort der Familie Guldenburg – war fast drei Jahrhunderte lang im Besitz der Familie Bernstorff, die sich maßgeblich an der politischen Gestaltung Dänemarks und Hannovers des 18ten Jahrhunderts beteiligt hatte.

Das Gut Wotersen im gleichnamigen, erstmals 1230 erwähten Dorf befand sich den historischen Papieren nach seit 1408 im Besitz der Familie Dalldorf aus dem gleichnamigen Ort, die das von der Familie von Schack übernommene Gut mit kurzer Unterbrechung (1672 wurde es an die Familie von Falkenberg verpfändet, später jedoch wieder ausgelöst) bis 1717 besessen hat, als es zusammen mit den Höfen aus der Nachbarschaft von Albrecht Graf von Bernstorff gekauft wurde, der aus der Mecklenburgischen Ritterschaft stammte und einer der wohl einflussreichsten Politiker am Hofe König Georg I. war. Eine hier ursprünglich stehende Burg, zerstört im Dreissigjährigen Krieg, wurde ab 1720 durch neue Gebäude ersetzt. 1737 fiel das Gut durch Erbe an den dänischen Minister Johann Hartwig Ernst von Bernstorff, der einen 1765 abgeschlossenen Umbau vornahm.

Fünf Jahre später, nach seinem politischen Sturz, zog er sich auf das Gut zurück und verstarb dort zwei Jahre später im Alter von 59 Jahren. Ein von ihm ebenfalls geplanter Garten konnte nicht mehr umgesetzt werden, und der Innenausbau des Schlosses wurde sogar erst Mitte des 19ten Jahrhunders beendet, als ein Nachfahr von Bernstorffs das Gut dauerhaft bewohnte.

Bis 1996 blieb das Anwesen in Familienbesitz.

Auch heute wird es noch für seinen ursprünglichen Zweck genutzt  – die Land- und Forstwirtschaft.

Darüber hinaus finden hier Konzerte im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals sowie diverse Ausstellungen, Feste, Messen, Tagungen und Weihnachtsmärkte statt.

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