Gieselaukanal und -schleuse

Mit Kosten in Höhe von fast einer halben Million Euro war die Sanierung der Schleuse am Gieselaukanal 2004/2005 gleichzeitig die teuerste Baumaßnahme seit Errichtung des etwa 65 Meter langen und neun Meter Bauwerks in der Mitte der Wasserstraße, die den Nord-Ostsee-Kanal mit der Eider verbindet.

Bis 1937 bestand in Rendsburg eine Verbindung zwischen der meistbefahrenen Wasserstraße der Welt und der Untereider. Hier wurde 1893 beim Bau des Kanals eine Schleuse als Ersatz des der ehemaligen Eingangsschleuse des Eiderkanals (von 1784) errichtet.

Nur wenig mehr als vierzig Jahre später stellte diese in der Altstadt Rendsburgs gelegene Schleusenanlage eine Behinderung für den Straßenverkehr dar – eine günstigere Verbindung zwischen den Häfen der Untereider und Unterelbe musste her.

Die Lösung war ein Kanal im Tal des Baches “Gieselau” in Höhe der Gemeinde Oldenbüttel, etwa 20 km südwestlich der alten Schleuse (Luftlinie natürlich) gelegen. Ob bewusst oder nicht – es wurde somit die bereits aus dem Jahre 1804 stammende Idee eines Kapitäns umgesetzt, der zur Zeit der Elbblockade durch die Engländer auf diese Weise Stör, Eider und Elbe verbinden lassen wollte.

Von 1936 bis 1937 dauerten die Arbeiten am Bau des Gieselaukanals.
Anders als der Name vermuten lässt, nutzt die Wasserstraße jedoch nicht das Bett des Baches “Gieselau”, sondern quert nur zweimal dessen alten Graben.
Die Schleuse war und ist nötig, um die unterschiedlichen Wasserstände zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Eider auszugleichen.

Heute wird das 2,8 km lange künstliche Gewässer überwiegend von der Sport- und Freizeitschifffahrt genutzt und erfreut sich bei Anglern grösster Beliebtheit.

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