Fussball-Globus

Der „Fussball-Globus“ (oder auch „WM-Globus“), eine unter Mitwirkung von André Heller entstandene mobile begehbare Multimedia-Skulptur zur Vorbereitung und Einstimmung auf die Fussball-WM 2006, gastierte von Ende August bis Anfang November 2004 auf dem Hamburger Rathausmarkt.

Insgesamt gastierte der von der Bundesregierung mit 30 Millionen Euro bezuschusste „Ball“ vom 12. September 2003 bis zum Beginn der Fussball-Weltmeisterschaft an allen zwölf Austragungsorten, bevor er im Juli 2006 ein letztes Mal demontiert und in einer Hamburger Lagerhalle „eingemottet“ wurde – im Besitz des Hamburger Sportmuseums, das das Kunstwerk eigentlich in seine Ausstellung integrieren wollte.

Nach drei Jahren der „Projektarbeit“ rückte die Realisierung dieses Vorhabens jedoch in weite Ferne, so dass das Hamburger Sportmuseum sich im Juli 2009 im Rahmen einer Auktion vom „WM-Globus“ trennte, der von einem nicht näher bekannten Hamburger Unternehmen ersteigert wurde.

 

Der insgesamt 60 Tonnen schwere und knapp 18 Meter hohe überdimensionale Fussball verwandelte sich nach Dämmerung in eine leuchtende Weltkugel und erregte so natürlich das Interesse vieler Fotografen.

Im Inneren des als „reisendem WM-Konsulat“ gedachten Werks warteten zwei Ebenen auf die Besucher.
In der unteren Etage wurden diverse „Kultobjekte“ des Fussballs ausgestellt, darunter ein Schuh von David Beckham oder ein Ball der Weltmeisterschaft von 1954, zudem wurden auf einem grossen Bildschirm zur Einstimmung auf die kommende Weltmeisterschaft von 2006 Programmhinweise und Nachrichten eingeblendet.
Auf der zweiten Etage wurde der Besucher von einer interaktiven Multimedia-Zentrale in einer Stadionatmosphäre (u.a. Kunstrasen) empfangen, wo Videos, Spielergebnise und ähnliches gesucht und abgerufen werden konnten.
Abgerundet wurde das Programm mit Videospiel-Elementen und verschiedenen Kulturveranstaltungen.

Die riesige Skulptur bestand aus knapp 260 Metern Stahlrohr, die mit 55 Knotenpunkten zwölf Fünf- und zwanzig Secksecken verband. Die Aussenhaut wurde durch eine spezielle Luftkissen-Konstruktion aus immerhin 2.100 Quadratmetern gebildet.

Bis zu 18 Tage dauerte es, bis die Multimedia-Skulptur auf einer Standfläche von ca. 22 x 18 Metern unter Zuhilfenahme von Autokran, zwei Gabelstaplern und bis zu sechs „Steigern“ aufgestellt war.

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