Freedom of the Seas

Obwohl sie sechs Meter kürzer als die Queen Mary 2 ist, galt die Freedom of the Seas bis Ende 2009 als größtes Passagierschiff der Welt.
Der von der Aker Finnyards Werft in Turku (Finnland) gebaute Gigant misst 339 Meter in der Länge. Mit 38.6 Metern Breite am Schiffsrumf ist er zwar schmaler als die QM2, seine maximale Breite von 56 Metern allerdings übetrifft die Königin um 15 Meter. Mit einen Tiefgang von 8,6 Metern liegt die von drei 14-MW-Antrieben angetriebene und 21,6 Knoten schnelle Freedom of the Seas (QM2: 25 Knoten) allerdings nicht ganz so tief im Wasser wie die Queen Mary 2, die es hier auf ca. 10 Meter bringen soll.
In der Bruttoraumzahl hat der Luxusliner der Royal Caribbean Reederei allerdings mit 158.000 seine Nase vor Cunard’s Queen Mary 2 (148.528), was ihn eben zum derzeit größten Passagierschiff der Welt macht. Mit 1.800 Passagierkabinen hat der Gigant gleich 600 mehr als die Königin der Meere.

Die Freedom of the Seas trug nach der “Song of America”, “Sovereign of the Seas” und “Voyager of the Seas” als bereits vierter Neubau der Royal Caribbean-Reederei den Titel “Grösstes Kreuzfahrtschiff der Welt”.
Der Bauauftrag an die finnische Werft wurde im Septepmer 2003 erteilt. Im November 2004 erfolgte die Kiellegung, am 20. August 2005 wurde die FotS ausgedockt.

Am 13. April 2006 verliess der Gigant die finnische Werft mit Kurs auf Hamburg, wo vom 17. bis 22. April im Trockendock von Blohm+Voss noch letzte Arbeiten vorgenommen wurden (unter Anderem Reparatur eines Antriebs und Fertigstellung der Lackierung). Die Wahl fiel dabei auf die das hanseatische Traditionsunternehmen, weil kaum eine andere Werft die Möglichkeit besitzt, ein Schiff von der Größe der FotS zu docken.

Nachdem sie am 24. April 2006 am Hamburger Kreuzfahrtterminal offiziell der Reederei übergeben wurde, ging die Freedom of the Seas am 25. April 2006 auf Ihre Jungfernfahrt nach Oslo und von dort aus nach Southampton, von wo zwei Mini-Kreuzfahrten starten sollen. Anfang Mai 2006 sollte die Weiterfahrt nach New York folgen, wo die feierliche Taufe stattfinden sollte.

Ab Juni 2006 geht der Ozeanriese mit bis zu 4.400 Passagieren auf einwöchige Touren von Miami (Florida) aus durch die westliche Karibik. Dabei wird den Gästen auf den 15 öffentlichen Decks (insgesamt 18) einiges an Komfort und Freizeitbeschäftigung geboten, unter Anderem eine vier Decks hohe Einkaufspassage (9 Meter breit und 112 Meter lang), eine 169 m² Kletterwand, ein Boxring, ein Mini-Golfplatz (nicht zu verwechseln mit Minigolf!), ein Boxring und eine Eislaufbahn, ein Theater und eine 2.200 m² große Badelandschaft, deren Highlight neben den beiden an der Außenseite angebrachten Yacuzzis wohl die ein Deck hohe stehende Welle zum Surfen sein dürfte.

Die Freedom of the Seas, die 2007 (“Liberty of the Seas”) und 2008 (“Independance of the Seas”) zwei Schwesterschiffe erhielt, bietet in 1.817 Passagierkabinen 4.370 Gästen Platz. Die Kabinenzahl teilt sich auf auf 242 Außenkabinen ohne Balkon, 842 Kabinen mit Balkon und 733 Innenkabinen (172 davon mit Blick auf die Einkaufspromenade).

Im November 2009 wurde die Freedom of the Seas durch die “Oasis of the Seas” mit 361 Metern Länge, 47 Metern Breite und 65 Metern Höhe als grösstes und teuerstes Kreuzfahrtschiff der Welt abgelöst.

Die „Oasis of the Seas“ wurde ein Jahr später ihrerseits durch das Schwesterschiff „Allure of the Seas“ abgelöst, die aufgrund einiger Bautoleranzen als gering grösser eingestuft wird.

Mit knapp 363 Metern Länge bei einer Breite von 47 Metern und 65 Metern Höhe hat seit Mai 2016 die „Harmony of the Seas“ den Rang des grössten Kreuzfahrtschiffs der  Welt inne.

 

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