Feuerschiff LV 13

1952 auf der Werft Philips & Son in Dortmouth als eines von insgesamt 37 Exemplaren für die britische Schifffahrtsbehörde „Trinity House“ gebaut (in althergebrachter Weise aus 16mm starken Stahlplatten, die genietet wurden), verrichtete das heute im City-Sportboothafen zwischen Landungsbrücken und Kehrwiederspitze liegende Feuerschiff 36 Jahre lang seinen Dienst zur Sicherung der Schifffahrt vor der Küste Englands in der Mündung des Flusses „Humber“, bis es im März 1989 durch eine Großtonne ersetzt worden ist.

Im Juni 1991 erwarb Kapitän Wulff Hoffmann das einst für 1,2 Millionen Englische Pfund gebaute Feuerschiff zum Kaufpreis von 30.000 Pfund, um es bis November 1993 zusammen mit den Architekten Ronald Spindler und Fritz Schleif und der Jöhnk-Werft im Stader Stadthafen umbauen zu lassen – 55.000 Stunden Arbeit, 2.000 Liter rote Farbe und 300 Flaschen Acetylen und Sauerstoff wurden in den Umbau investiert.

Seit 1993 liegt das Schiff im City-Sportboothafen, wo es als Hotel-Restaurant betrieben wird.

Während seiner Dienstzeit verrichtete eine achtköpfige Besatzung die Arbeit auf dem Feuerschiff LV 13. Dazu gehörte auch, die Heizung und Warmwasserbereitung mit der Anthrazitkohle aufrechtzuerhalten, die in zwei Kohlebunkern an Bord gelagert wurde. Trinkwasser wurde in zwei Tanks am Schiffsrumpf vorgehalten und musste mittels Handpumpen in einen sogenannten „Tagestank“ befördert werden, von wo es die einzelnen Zapfstellen über normalen Gefälledruck versorgen konnte.

Alle 14 Tage kam ein Versorgungsschiff, um Vorräte zu erneuern und die Mannschaft auszuwechseln.

Das Schiff ist 41,7 Meter lang und 7,6 Meter breit bei einem Tiefgang von 4,6 Metern und einem Gewicht von 570 Tonnen.

Für das Halten der Position des Schiffs, dessen Leuchtfeuer 17 Seemeilen weit trug, sorgten drei Anker zu je einer Tonne Gewicht. Allein die Ankerketten hatten ein Gewicht von 30 Tonnen.

Obwohl das Schiff keinen eigenen Antrieb hatte, verrichteten drei Dieselmaschinen an Bord ihren Dienst, um sechs Generatoren und zwei Kompressoren anzutreiben, die Strom und Druckluft für Leuchtfeuer und Nebelhörner liefern mussten.

 

 

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