Admiral Cowan

Die „Admiral Cowan“ wurde ursprünglich 1989 für die britische Royal Navy als „HMS Sandown“ als Typschiff der Sandown-Klasse in Dienst gestellt.

Nachdem das Minenjagdboot 2005 ausser Dienst gestellt wurde, wurde es zusammen mit drei anderen Schiffen dieser Klasse an Estland verkauft, wo es im April 2007 als „Admiral Cowan“ die 2013 ausser Dienst gestellte „Admiral Pitka“ als Flaggschiff der estnischen Seestreitkräfte ersetzt.

Für Estland soll M313 neben dem Räumen von Minen zur Sicherung von Sicherheit und Freiheit in den eigenen Hoheitsgewässern, im Seenotrettungsdienst und zur Ausbildung von Besatzungen eingesetzt werden. Zudem soll es Estland bei internationalen Manövern vertreten und eng mit dem Grenzschutz zusammenarbeitern.

Benannt wurde das Schiff nach Sir Walter Henry Cowan, der die britischen Marinekräfte in der Intervention im russischen Bürgerkrieg führte und während des estnischen Freiheitskrieges Unterstützung leistete.
Das Schiffswappen – ein rotes Andreaskreuz und eine rote Linie auf einem silbern Schild, umgeben von einem mit goldenen Schiffsseil umgebenen blauen Ring – wurde im Oktober 2006 im Rahmen einer Zeremonie in Tallinn durch Queen Elizabeth II. enthüllt.

Die „Sandown-Klasse“ umfasste fünfzehn Schiffe, die von 1988 bis 2001 gebaut und ab 1989 in Dienst gestellt wurden.

Heute sind drei der knapp 53 Meter langen und etwas mehr als 10 Meter breiten Schiffe mit einem Tiefgang von maximal 2,3 Metern an Estland verkauft, eines wurde an das „Britannia Royal Naval College“ als Schulschiff übergeben und eine weitere Einheit ist ausser Dienst gestellt, so dass die britische Marine derzeit noch sieben Schiffe dieser Klasse einsetzt (M106 bis M112).

Drei weitere Einheiten wurden für die saudische Marine gebaut.

Die Schiffe der Sandown-Klassew sind aus GFK („Fiberglas“) gefertigt und waren somit dank ihres nur schwachen Magnetfeldes ideal als Minenjäger geeignet.

Angetrieben von zwei Dieselmotoren erreichen die Schiffe eine maximale Geschwindigkeit von 13 Knoten, also ungefähr 24 Kilometer pro Stunde.
Bei konstanter Fahrt von 12 Knoten ist ihre Reichweite mit 2.500 Seemeilen angegeben.

Ursprünglich mit einem 30mm-Geschütz ausgestattet, sind die drei estnischen Einheiten auf ein 23mm-Zwillingsgeschütz umgerüstet worden.

Zur Ausstattung der Schiffe aus der Sandown-Klasse gehören natürlich die für den Einsatzzweck nötige Sensortechnik und Minenräumgeschirr.

Neben der M313 „Admiral Cowan“ (ex Sandown, M101) wurden die M192 „Inverness“ (seit 2008 M314 „Sakala“) und M105″ Bridgeport“ (seit 2009 M315 „Ugandi“) nach Estland verkauft.

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