Die Werkzeuge

Meine Werkzeuge sind schnell beschrieben:

Ich besitze einen schwarzen, rechteckigen Kasten, den man tunlichst mit der zweitkleinsten Seite nach unten hält.
Dazu habe ich einen weiteren schwarzen, rechteckigen Kasten, der Licht machen kann. Den wiederrum hält man tunlichst mit der kleinsten Seite nach unten und kann mit ihm auf dem ersten schwarzen, rechteckigen Kasten Schlitten fahren. Das tue ich aber nur selten.

Dann habe ich einige zylinderförmige Gegenstände, die vorne an die drittkleinste Fläche des ersten schwarzen Kastens ‘drangeschraubt werden können.
Die haben mindestens zwei Ringe, an denen man drehen kann, was sich direkt auf den Inhalt des schwarzen Kastens auswirkt.

Natürlich fehlt auch ein dreifüssiges Gestell nicht, auf das man den schwarzen Kasten – ebenfalls mit der zweitkleinsten Seite nach unten – befestigt, damit man die Hände in die Taschen stecken kann, wenn es zu kalt ist.

Dazu kommt jede Menge Kleinkram, der in oder an den schwarzen Kasten gesteckt wird (eines sogar zwischen das Gestell und den schwarzen Kasten, wobei der dann plötzlich mit der kleinsten Fläche nach unten kommt!), und alles zusammen kommt in ein auch ungefähr rechteckiges schwarzes Stoffbehältnis.

Auf all diesen Teilen stehen Buchstaben und Zahlen drauf, die sich in den meisten Fällen zu lustigen Worten wie “Nikon” oder “Sigma” zusammensetzen lassen.

Der wichtigste Teil meiner Fotoausrüstung ist gleichzeitig der älteste – eine Einheit aus optischen Rezeptoren und meist relativ einwandfrei funktionierender Verarbeitungseinheit, die sich in einer organischen, halbwegs mobilen (selbstlaufend!) Hülle befinden.

Abgerundet wird dieses Sammelsurium durch einen weiteren, auch annähernd rechteckigen Kasten. Dieser allerdings wird günstigstenfalls mit der drittkleinsten Fläche nach unten benutzt und hat mindestens fünf (bestenfalls sechs) Räder. Und das tolle daran: Dieser angenäherte Kasten beinhaltet alle oben aufgezählten Ausrüstungsgegenstände und schützt sie vor Wind, Wetter, Steinschlag  und langen Fußmärschen.