Ich laber‘, also wartet gefälligst!

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Zur immer weiter anwachsenden Gruppe jener Menschen, die nach meinem Dafürhalten zusammengetrieben und für den Rest ihres (oder wenigstens meines) Lebens weggesperrt gehören, zählt seit gestern auch jene Dame, die sich beim Zahnarzt meines geringsten Misstrauens im Austausch des kompletten Dorfklatsches mit der Sprechstundenhilfe am Empfang nicht im Geringsten von der Präsenz einer anderen Patientin und mir abhalten ließ.

Da muss einfach noch besprochen werden, was es bei Meiers zu Weihnachten gibt und ob Frau Leckmischinsky wohl wieder in dem unmöglichen Kleid in die Kirche kommen würde und hamsieschongehört wo die Strohmeiers zu Silvester hin fahren und haben Müllers eigentlich schon wieder einen neuen Hund.

Da darf man sich auch nicht vom Räuspern und Stöhnen der anderen beiden wartenden Patienten beeindrucken lassen (und es war nicht ich, der mit diesen der Aufmerksamkeitserregung dienenden Geräuschen angefangen hat) oder gar in seinem Mitteilungsbedürfnis einschränken lassen; wo käme man denn da hin?!

Es ist einfach so: Ich kann immer öfter nachvollziehen, wie der berühmte letzte Tropfen fällt, der den harmlosen Waffen-Enthusiasten zum Amokläufer macht.

Dann muss ich auch gleich wieder daran denken, wie sich nach einer Schießerei in den VSvA immer alle dahingehend äußern, dass es so etwas bei uns zulande ja nicht geben könne.

Ich bin da nicht so sicher.

Wer alleine das Verhalten der Menschen im Straßenverkehr oder an Supermarktkassen beobachtet, der kann sich ziemlich sicher sein, dass es bei uns mindestens genau so viele Opfer von Schießereien gäbe wie in den Staaten, wenn jeder Mensch ein Arsenal von Schusswaffen besitzen dürfte …

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Eine Antwort auf Ich laber‘, also wartet gefälligst!

  • oh ja, ich kann davon auch ein Lied singen, denn ich war diese Woche beim Augenarzt und da sitzt man bekanntlich mit den unterschiedlichen Untersuchungsprogrammen auch locker zwei Stunden in einem Wartezimmer, das so mancher als Vorstufe zur Moderation des Radioprogramms von LMIA3 betrachtet. Und da muss man wirklich froh sein, wenn man keine Waffe mit sich hat, denn es reichte ja schon, wenn endlich die Blicke töten könnten.

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