Ein schlimmer Moment

Dieser schlimme Moment, wenn du die Lese-Stunde auf der Terrasse kurz unterbrichst und in den Keller gehst, um von dort schon einmal zwei oder vier Pils in den Kühlschrank zu verbringen – und feststellst, dass gar kein Pils da ist.

Ich habe dann einfach Weizen getrunken.

Zu lesen gab es übrigens den Rest von Sebastian Fitzeks „AchtNacht“, und nach einer kurzen Pause zur Besinnung und mentalen Verabschiedung von diesem Stoff setzte ich mein wiedergefundenes Hobby fort mit Stephen Kings „Der Outsider“, das mich dann – anders als die erst etwas später fesselnden Werke Fitzeks – fast sofort mit den ersten drei bis vier Worten wieder für sich gefangen genommen hat.

Das kann bei mir – bis jetzt – nur Stephen King.

Und gerade musste ich darüber nachdenken, wie lange ich diesen Autoren eigentlich schon kenne.

Meine Liebe zu ihm verdanke ich einer Schulfreundin, die ebenfalls aus meinem Dorf stammt mit der ich dementsprechend allmorgendlich eine Bahnfahrt zur Schule verbrachte, während der man naturgemäß ins Reden über dieses und jenes kam.

Sie lieh mir damals „Friedhof der Kuscheltiere“ und „Cujo“ (und ich glaube auch „Feuerkind“) und öffnete mir damit das Tor zur faszinierenden Welt des Autoren aus Maine.

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2 Antworten auf Ein schlimmer Moment

  • jetzt weiß ich nicht, welches Grauen schlimmer ist, kein ordentliches Bier oder Stephen King … man guckt halt schon vor dem Wochenende mal in den Keller, ob genug da ist, damit man übers Wochenende kommt und Weizen statt Gerste ist Notfallprogramm.
    Stephen King war nicht so meins, weil ich zuviel Angst beim Lesen habe. Ich habe ja hunderte Krimis für http://www.krimi-couch.de rezensiert, aber mittlerweile merke ich, dass ich immer ängstlicher werde und alles was mit Psychokram nur entfernt zu tun hat, muss ich angelesen beiseite legen. Außerdem ist ja das Lesen von Tageszeitungen und das Konsumieren von diversen Fernsehsendern schon erschreckend genug. Aber Liebesromane sind ja auch keine Lösung, weil ich da neuerdings immer ins Heulen komme, bei Reiseberichten bekomme ich Fernweh und so ordentlich humorige Sachen finden sich nur ganz selten. Darum ist Lesen irgendwie völlig out. Aber Biertrinken geht noch immer …

    • Ich lese dafür weniger Zeitung … das geht nur selten über das Schlagzeilenüberfliegen hinaus.

      Ich will von dem vielen Elend in der Welt nichts wissen.

      Bei Fitzek und King weiss ich wenigstens, dass das nur ausgedacht ist.

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