Don’t pay the ferryman!

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In den lokalen Nachrichten haben sich Menschen aus der Politik nun darüber beschwert, dass die von der Reederei Scandlines betriebenen Fährverbindungen von Rostock und Puttgarden nach Fehmarn viel zu teuer sind, wie eine vom dänischen Verkehrsministerium in Auftrag gegebene Marktanalyse zum Ergebnis hatte.

Tja, liebe professionelle Bestimmer: Dass private Unternehmen Geld verdienen wollen und müssen – also das war ja absolut nicht zu ahnen, als das damals zu gleichen Teilen in deutschem und dänischen Staatsbesitz befindliche Unternehmen privatisiert worden ist.

Nee, wirklich nicht.

Als besonders heftig meldet die Studie den Preisanstieg für Fußgänger-Tickets, die in den letzten acht Jahren von sieben auf sechsundzwanzig Euro für eine einfache Fahrt gestiegen sind.

Die Zukunft schickt uns eine Gruß und eine Vorahnung dessen, was bald mit Krankenhäusern und Pflegeheimen los sein wird – von denen ja ebenfalls der große Teil in private Hände gegeben worden sind …

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2 Antworten auf Don’t pay the ferryman!

  • Dabei gehen all diese Bewerter von völlig falschen Berechnungsgrundlagen aus. Zum Einen frage ich mich, wie viele Leute diese Fähren benutzen müssen? Zumeist haben diejenigen, die eine tägliche Notwenigkeit haben, fast immer deutlich günstigere Möglichkeiten.
    Zum Andern zahlen Firmen bewusst teure Leistungen, um Abschreibeposten zu haben. Ich bekam gestern vom Produzenten meine Flugtickets für kommende Woche und diese Tickets wurden von einem Business Reisebüro in Hamburg ausgestellt. Kostenpunkt bei einer Billigairline 420 Euronen. Ich konnte es nicht glauben und habe versucht bei meinem normalen Agenten ein Ticket zu bekommen und dabei hätte ich inklusive sämtlicher Gebühren und der Gewinnmarge des Agenten für das selbe Ticket 197 Euro bezahlt. Und da frage ich mich dann, warum ein renommiertes Unternehmen Woche für Woche bewusst mehr als das Doppelte bezahlt, obwohl jeder Normalo sich dabei an die Stirn tippt? Muss man das verstehen, dass hier Schindluder getrieben wird?

    • Tja …

      Manches soll man auch gar nicht verstehen.

      Die Frage nach dem „Was eigentlich würde die Menschen der Weg über das Festland kosten?“ habe ich mir auch gestellt, noch während der Bericht im „Schleswig-Holstein-Magazin“ auf dem NDR lief. Wenn ich richtig informiert bin, muss man auf den großen Brücken in Dänemark ja auch Maut bezahlen? So viel günstiger dürfte das nicht sein, und den Zeitfaktor haben wir dabei mal ganz außer Acht gelassen.

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