Datenschutz und Datennutzschutz

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Mich gerade mit Adresshändlern herumschlagend stelle ich fest: DSGVO ist, wenn Du als Hobbyfotograf die Einwilligung von Model und drei Generationen Vorfahren einholen muss – ein Adresshändler Deine Adresse aber „zur Wahrung berechtigter Interessen“ ohne Einholen Deiner Erlaubnis speichern, verarbeiten und verkaufen darf.

Wenn ich nicht so geizig mit Nahrung wäre, müsste ich in hohem Bogen und dickem Strahl kotzen vor Wut.

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5 Antworten auf Datenschutz und Datennutzschutz

  • Ohne gute Rechtsschutzversicherung bist du verloren, aber noch schlimmer ist der ständige Ärger mit den Brüdern und Schwestern, und am Ärgsten finde ich, dass da staatliche und staatsnahe Organisationen genauso unsere Daten verhökern, wie andere Kriminelle. Der kleine Mann von der Straße bleibt übrig … die Stasi hatte ihre Akten wenigstens unter Verschluss, die neuen „Agenten“ machen ihre Geschäfte damit. Tatsache ist, auch ein anonymes Profil ist ein todsicheres Geschäft. Friss Vogel oder stirb!

    • Ja klar, unsere Deutsche Post ist da allen voran.

      Ich habe mich in diesen widerwärtigen Dschungel begeben, weil ich Werbepost von einer Immobilien-Firma bekam. Denen habe ich dann die schnell ergoogelte Widerspruchs-Keule mit Verweis auf den entsprechenden Paragraphen entgegengeschwungen, um dann extrem sparsam aus der Wäsche zu gucken, als deren Antwort kam: „WIR haben gar keine Adresse. Wir haben eine Dienstleistung der Deutsche Post Service in Anspruch genommen“.

      Also habe ich die Werbewiderspruchsmail dorthin gesendet und um Auskunft gebeten, woher die meine Adresse haben.

      Und an die beiden Firmen habe ich dann eben auch wieder geschrieben.

      Alle kamen mit dieser Floskel von wegen „zur Wahrung berechtigter Interessen“.

      Das zeigt mal, was für miese Arbeit unsere Politiker gemacht haben.

      Wieder einmal.

      • Auch unsere Post hat mittlerweile ein Verfahren anhängig und das von Staats wegen, denn man hat doch tatsächlich auf Grund der „anonymen Profile“ zu erkennen geglaubt, wer welcher Partei nahesteht und diese Daten an die Parteien veräußert. Mir ist es ja im Prinzip völlig wurscht, was die Brüder glauben, denn ich habe keinerlei Verbrechen begangen, aber im Endeffekt können da doch Gesinnungsprofile erstellt werden, die uns in eine Grauzone drängen, wo wir nicht hingehören wollen. Und hier wird mir das dann doch einen Ticken zuviel. Einerseits werden die Namen an der Türklingel verboten und andrerseits gibt es Geschäftsleute, die das gnadenlos ausnutzen und dagegen geht keiner vor, weil man sich solche Prozesse nicht leisten kann und die Strafen den Bestrafen nur ein müdes Lächeln abverlangen. George Orwell war dagegen ein Datenzwerg …

        • … oder vielleicht hat man diesen Geschäftemachern bewusst diese Lücken gelassen …

        • Und wie von Dir angesprochen ist „Big Data“ eine ganz ganz heikle Geschichte.

          Es gibt da ja die Story von dem Einzelhandelsunternehmen in den VSvA, deren Computer früher von der Schwangerschaft einer Kundin wusste als sie selber – einzig aufgrund ihres Einkaufsverhaltens.

          Ein weiteres interessantes und furchteinflößendes Beispiel ist das „Spiegel Online Mining“, über das auf einem via YouTube verfügbaren Vortrag auf einem Chaos Computer Club-Kongress referiert wurde.

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