Marco

Morgendliches Briefkastenerlebnis

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„Sachma … Dein Hund hat da hin geschissen. Willst Du das gar nicht aufsammeln?“

Herrchen guckt mild desinteressiert auf den Ansprecher, dann auf die Hinterlassenschaft.
„Ich habe gar keine Tüte mit.“

„Ja, denn sieh mal zu, dass Du eine holst. Ich bewache hier zusammen mit Deinem Hund für Dich die Kacke.“

„Das ist auch gar nicht mein Hund. Der gehört meiner Tochter.“

„Ach und die kommt dann nachher vorbei und sammelt die Kacke hier weg?“

Herrchen verlässt die Szenerie.
Ohne weiteres Wort, ohne Eile, ohne schlechtes Gewissen.
Und ohne die Kacke.

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Ich glaube, solche (und die meisten) Menschen gehen nur aus einem einzigen Grund mit ihrem Hund Gassi: Damit er nicht in den eigenen Dunstkreis kackt.

Und ich kann das ja auch irgendwie verstehen – fauler und bequemer Sack, der ich bin.
Aber genau deshalb habe ich ja auch keinen Hund, obwohl ich die Tiere so sehr mag.

Ich frage mich immer, was die vielen verantwortungsbewussten Hundehalter fühlen mögen, wenn sie solche Arschlöcher erleben.
Ich selber würde vermutlich einen starken Drang verspüren, handgreiflich zu werden und dem gleichgültigen Hundehalter zu einer ebenso intensiven wie unmittelbaren olfaktorischen und sensorischen Erfahrung mit den Hinterlassenschaften seines Tieres verhelfen.

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UPDATE

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Die Wenigsten – meine Wenigkeit ausdrücklich eingeschlossen – haben noch damit gerechnet, dass es hier vor Ende der ersten Jahreshälfte wieder neue Fotos gibt.

Und das, obwohl ich mir doch zum Jahreswechsel fest vorgenommen habe, die Pausen in 2018 nicht mehr so gr0ß werden zu lassen – aber es musste tatsächlich erst der siebte April 2018 werden, bevor ich zu meinem dritten Knips-Ausflug aufgebrochen bin.

Nach einem hauptsächlich dem Einkauf von Fleisch in die Hohwachter Bucht führenden Abstecher ging es natürlich wieder an den Nord-Ostsee-Kanal.

Was ich feststelle: Das Sichten und Aufbereiten der Fotos kostet mich immer mehr Zeit.
Vielleicht ist auch das einer der Gründe für die länger werdenden Pausen?

Genug sinniert.
Schnell den Browser-Cache leeren (das empfiehlt sich, weil das Galerie-Script sonst eventuell die neueren Bilder nicht anzuzeigen bereit ist), und dann > hier < geklickt und die achtzig Mitbringsel von letztem Wochenende bewundern.

Rechts entlang geht es zum jeweils neueren Foto – wie gehabt.

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Ach, fast vergessen: Hier wäre dann noch ein Video das sich mit Hingabe schuppernden Rindviechs vom Auftakt der Foto-Serie.

Es war mit Hingabe bei der Sache, und wir waren vom Blick auf das Tier wie gefesselt … so dass ich erst spät auf die Idee kam, ein Foto zu machen.
Und noch mich noch später darauf besann, dass man mit dem Smartphone ja auch filmen kann.

 

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Fundstück

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Heute in einer Tageszeitung gelesen:

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[…] Jesus starb wahrscheinlich am 3. April 33, vermutlich im Alter von 30 Jahren. […]

(vielleicht nicht wortwörtlich, jedoch sinnwahrend wiedergegeben)

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Natürlich weiß ich, dass die Überlieferungen, auf denen unsere Gesellschaft fußt, keine Fakten sind und man sich da in mehreren Sitzungen schon früh nach den Ereignissen so einiges nicht nur kalendarisch zurechtgebogen hat.

Aber ich fand diese Passage im sich dem Osterfest widmenden Artikel denn doch zu und zu komisch …

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