Auschwitz

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Unter Berufung auf eine Umfrage der Hamburger Körber-Stifung meldet die facebook-Seite der Tagesschau heute, dass vier von zehn Schülern Auschwitz, das wohl bekannteste Vernichtungslager der Nazis, nicht kennen.

Ich selber bin 1991 oder 1992 im Rahmen einer Studienfahrt mit der Oberstufe dort gewesen (passenderweise bei eiskaltem Winterwetter, das die ohnehin schon bedrückende Stimmung dort noch um ein Vielfaches verstärkt hat) und glaube, dass jeder Heranwachsende diese Stätte während seiner Ausbildung und/oder Erziehung einmal besucht haben sollte.

Nicht, weil wir etwa Schuld an den Tat unserer Vorfahren trügen – das tun wir nicht! -, sondern weil wir aus unserer Geschichte heraus eben die spezielle Verantwortung haben, eine Erinnerung an diese Gräuel wach und lebendig zu halten.

Ohne Vorwurf, aber als Mahnung und zum Gedenken aller Menschen, die dem Wahnsinn geopfert worden sind.

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4 Antworten auf Auschwitz

  • du gehörst zu einer aussterbenden Sorte Mensch, die noch daran denkt, dass wir eine Vergangenheit haben … aber es leben immer mehr Menschen rund um uns, die davon keine Ahnung haben und ich kenne genügend Jugendliche, die während ihrer Pflichtschulzeit nie davon gehört haben. Es ist ja wichtiger, dass Kinder im Vorschulalter auf Kosten des Staates Tablets bekommen, damit sie auf facebook & Co ihre Meinung durch Anklicken von fünf Sternen abgeben … wer braucht da noch Geschichte, die sogar Staatsmänner in Europa als Lügenmärchen bezeichnen dürfen?

    • Es ist sicher nicht verkehrt, die Kids mit Zugängen zum WWW auszustatten.

      Aber das darf nicht passieren, ohne ihnen verantwortunsgvollen Umgang damit beizubringen.

      Grusels,

      Marco

      • Ich bin ganz deiner Meinung, aber dabei sollte nicht auf Lesen, Schreiben, Rechnen vergessen werden und da hapert es dann Jahre später ganz deutlich, wie man schon heute feststellen kann. Die Kids sind nicht dämlich, sie haben es nicht gelernt! Und das ist die Schande unserer Generation
        Servus, Wolfgang

        • Na das wäre für mich jetzt natürlich selbstverständlich – aber Du hast andererseits recht: Als selbstverständlich darf man heute gar nichts mehr annehmen …

          Grusels,

          Marco

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