aus meinem Kopf

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In der fest zu meinem Tageszyklus gehörenden Vorabend-Talksendung war gestern ein (zwar mir nicht, doch offensichtlich trotzdem sehr) bekannter Nachrichten-Mann des ZDF zu Gast.

In einer der fest zu dieser Sendung zählenden Aktion, die mal mehr, mal weniger originell ist, wurde der Studiogast zum Bier-Zapfen hinter den Tresen einer Kneipenkulisse verfrachtet – weil er dort in einer zeitgleich mit der Moderatorin verbrachten Phase in Berlin oft gearbeitet hat.

Als er dann zum Abschluss der Sendung resümierte, dass er zum ersten Mal vor laufender Kamera Bier getrunken hatte, sprang dann plötzlich mein Kopfkino an.

Vor meinem geistigen Auge sah ich die typische Fernseh-Nachrichten-Situation mit dem hinter einem Tisch und vor einer eingeblendeten Weltkarten sitzenden Herrn.
Vor ihm ein Stapel beschrifteten Papiers, schräge daneben das Mikrofon.
Damit aber nicht genug, denn der Kasper in meinem Kopf sah als weitere Requisite eine Flasche Korn nebst dazugehörigem Glas vor.

Und so bekommt der Nachrichtensprecher in meinem Kopf-Film dann plötzlich einen Zettel aus dem Off zugereicht.
Überfliegt diesen kurz.
Runzelt die Stirn.
Bläht beide Wangen auf.

Und greift „Puh!“ sagend zu der Flasche Korn, um sich erst einmal einen Schluck zu genehmigen, bevor er zum Verlesen der neuen Nachricht ansetzt.

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Eine Antwort auf aus meinem Kopf

  • Ich kann dein Kopfkino absolut nachvollziehen, regen doch mich die diversen Verlautbarungen auch kräftig auf und das eine oder andere Mal fühle auch ich mich zur Flasche hingezogen … es muss ja nicht gerade Korn sein *g*

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